Andrzej Juskowiak überwindet Arsenals Torwart David Seaman zum 1:0 für Borussia.

In der Saison 1996/1997 setzt sich Borussia erst zum zweiten Mal im Europapokal gegen eine englische Mannschaft durch. Der Grundstein für den Sieg gegen Arsenal London in der ersten Runde des UEFA-Pokals wird im Hinspiel im legendären Highbury-Stadion gelegt. Der Start in die Bundesliga-Saison ist für die Borussen eher holprig verlaufen. Nach fünf Spielen steht das Team von Trainer Bernd Krauss, das im Vorjahr Vierter geworden war, nur auf Platz 13. Und dann fehlen auf der Insel auch noch Jörgen Pettersson, Michael Sternkopf, Karlheinz Pflipsen und Michael Klinkert. Der Einsatz von Stefan Effenberg entscheidet sich erst kurz vor dem Anpfiff.

In der Anfangsphase sind die Hausherren besser. Mit Dynamik und viel Körpereinsatz kaufen sie den Borussen den Schneid ab. Abwehrchef Patrik Andersson, die Mittelfeldstrategen Christian Hochstätter und Peter Nielsen sowie der als hängende Spitze aufgebotene Effenberg ordnen das Spiel des VfL aber von Minute zu Minute besser. Und im Angriffszentrum macht Andrzej Juskowiak sein bislang bestes Spiel im Borussen-Dress. In der 37. Minute trifft er nach einem schönen Passe von Nielsen zum 1:0 für die Gäste. Die Führung ist nicht unverdient, auch wenn Arsenal eine Reihe guter Chancen hatte, die Uwe Kamps im Tor aber zu Nichte macht.

Nach der Pause dreht Borussia auf. Effenberg trifft nicht einmal eine Minute nach dem Seitenwechsel zum 2:0. Mit einem Distanzschuss verkürzt Merson für Arsenal, das damit eine Drangphase einläutet. Mit Cleverness, aber auch Glück, übersteht der VfL diese Phase schadlos. Stephan Paßlack erlöst die mitgereisten rund 2.000 VfL-Fans, als er in der 81. Minute zum 3:1 einköpft. Wright kann in der Schlussminute nur noch auf 2:3 verkürzen. Die Borussen, die eigens für den Europapokal neue und ganz in schwarz gehaltene Trikots bekommen haben, fallen sich überglücklich in die Arme. „Das ist eine glänzende Ausgangsposition“, sagt Bernd Krauss zum 3:2-Hinspielerfolg. Das Rückspiel zwei Wochen später endet nach abwechslungsreichen 90 Minuten ebenfalls 3:2 für Borussia. Arsenal erlebt damit zwei „schwarze“ Nächte gegen den VfL.

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