Suchen

Abriss

Das Ende des Kultstadions

Das Ende des Bökelberg, die Bundesliga und Mönchengladbach verlieren ein Kultstadion!
Am Ende der Saison 2003/2004 gehen nach dem 3:1-Sieg gegen 1860 München am 22. Mai 2004 am Bökelberg die Lichter aus.

Borussias erfolgreiche Jahre in der Bundesliga und in Europa sind unvergessen: Die goldenen 1970er und die guten wie schwierigen Jahre danach leben bei uns in der Historie wieder auf. Während sich die Mannschaft des VfL immer wieder veränderte, verjüngte und ab- und wieder aufstieg, kam der Bökelberg immer mehr in die Jahre – Borussia war nicht mehr konkurrenzfähig mit diesem alten Stadion.

Zur Saison 2004/05 zog die Profimannschaft in den neu gebauten BORUSSIA-PARK, um dort alle Spiele auszutragen. Der Bökelberg blieb zunächst Borussias Nachwuchs vorbehalten. Doch die Pläne der Stadt, das Gelände des Stadions in ein Wohngebiet umzuwandeln, setzten der sportlichen Nutzung bald doch ein endgültiges Ende. Am 19. Januar 2006 wurde es dann in der Nordkurve am Bökelberg noch einmal ohrenbetäubend laut. Allerdings waren es nicht tausende Fans, die ihre Mannschaft nach vorne peitschten, sondern die Spezialbagger der mit dem Abriss beauftragten Firma aus Magdeburg, die mit brachialer Gewalt anfingen, die Treppenstufen der Nordkurve Stück für Stück zu demontieren. Meter für Meter fraßen sie sich durchs Stadionrund und zerlegten nacheinander Nord- und Südkurve und den Ostwall.

Das Dach hält bis zuletzt

Erst Stunden später kappen Bagger die Seille und die Haupttribüne fällt in sich zusammen.
Das Dach hält die Sprengung aus, der Bökelberg will nicht weichen.

Als Schluss- und Höhepunkt war die Sprengung der Haupttribüne am 7. März vorgesehen, doch das Stahl- und Betonungetüm erwies sich als äußerst standhaft. Zwar vermochten es die rund 80 Kilogramm Sprengstoff den Unter- und Oberrang wie geplant um 13 Uhr zum Einsturz zu bringen, das Dach blieb allerdings nach heftigem Schwanken zwischen den beiden Pylonen der Flutlichtmasten hängen. Erst die Bearbeitung der dicken Tragseile aus Stahl mit einem Abrissbagger brachte rund zwei Stunden später das endgültige Aus für die legendäre Spielstätte Bökelberg. Um 15.19 Uhr fiel die Haupttribüne in sich zusammen. Ein Spektakel, das durch die weiträumige Absperrung des Geländes den vielen Zaungästen vorenthalten wurde. Selbst Kamerateams mussten bis zum Ende der Sprengung in ausreichender Entfernung zum Stadion ausharren.

Transferübersicht 2017/18

Stadionführung

Böklunder