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Pokalsieg

Borussia macht Schlagzeilen

Doch als Borussia 1960 auf einmal in die Schlagzeilen der überregionalen Presse geriet, ließ sich die Stadt bewegen, kräftiger in den Bökelberg zu investieren. Die Borussen sorgten nämlich im DFB-Pokal für Furore. Im August 1960 gewannen sie im Düsseldorfer Rheinstadion durch einen 3:1-Sieg gegen den 1. FC Köln das Finale um den Westdeutschen Pokal, schlugen danach im Halbfinale des DFB-Pokals in Münster den Hamburger SV mit 2:0 und vollendeten den für die Fachwelt völlig überraschenden Triumphzug mit einem 3:2-Endspielsieg am 5. Oktober 1960 im Düsseldorfer Rheinstadion, das sich also schon damals als gutes Pflaster für den VfL erwies.

Der Grund für die plötzliche Großzügigkeit der Stadtspitze war freilich nicht allein die Anerkennung des sportlichen Erfolgs. Borussia trug ihre Oberligaspiele nämlich seit Beginn der Saison 1960/61 im Grenzlandstadion der Nachbarstadt Rheydt aus. Dies war zwar kein reines Fußballstadion, aber gerade neu erbaut und ungleich moderner als die veraltete Sportanlage am Bökelberg. Doch mit dem Pokalsieg hatte die Stadt den Wert der Borussen als Werbeträger entdeckt und strengte sich nun an, den inzwischen überaus populären Verein nicht an die Nachbarn aus Rheydt zu verlieren. Im Frühjahr 1961 steckte sie also noch einmal 230.000 Mark in die Sanierung der Nordböschung, die wie der Westhang hergerichtet wurde und einen Spielertunnel aus Stahlbeton an ihre Seite bekam. Etwa den gleichen Betrag schluckten der Ausbau der Ostseite des Spielfeldes und die Arbeiten am Südhang, die ab Herbst 1961 ausgeführt wurden.

35.000 Kubikmeter Erde

Die Arbeiten wurden durch die schlechten Witterungsverhältnisse immer wieder erschwert und waren erst im Sommer 1962 endgültig abgeschlossen. An rund 530 Bautagen waren auf der Baustelle durchschnittlich 15 Mann im Einsatz. Die Arbeiter bewegten 35.000 Kubikmeter Erde. Eingebaut wurden 1.200 Meter Sitz- und 11.000 Meter Stehstufen, 1.200 Meter Gedrängebarrieren und Treppengeländer, 600 Meter Zäune und 2.300 Quadratmeter Plattenbeläge. Die Bauarbeiten standen unter der Leitung des städtischen Tiefbauamtes und des Baudirektors Koch.

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