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Hans-Günter Bruns

Institution auf der Libero-Position

Hans-Günter Bruns absolvierte 331 Bundesligaspiele für Borussia.
Hier behauptet Hans-Günter Bruns den Ball gegen zwei Hannoveraner.

Auf der Libero-Position wurde Hans-Günter Bruns am Bökelberg eine Institution. Zwölf Jahre spielte der große Blonde für den VfL, absolvierte von seinen 366 Bundesligaspielen immerhin 331 für Borussia. Nach Startschwierigkeiten wurde er kurzzeitig an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen, was ihm die nötige Konzentration auf seinen Beruf zurückgab. Als er nach Mönchengladbach zurückkam, hieß der Trainer schon Jupp Heynckes. Und den nennt Bruns heute noch den besten Trainer seiner Karriere.

Das Kapitel Nationalmannschaft war für Bruns kurz und schmerzhaft. Nach dem ersten Länderspiel im Februar 1984 gegen Belgien nahm Nationaltrainer Jupp Derwall den blonden Libero mit zur Europameisterschaft nach Frankreich. Dort kam er aber auch nach den schwachen Leistungen der deutschen Elf nicht zum Einsatz, obwohl ihm der Trainer dies vorher angekündigt hatte. Bei der Rückkehr bot er Journalisten sogar seine Fußballschuhe an. Er kam nach dem Amtsantritt Franz Beckenbauers noch zu seinem vierten Länderspiel. Doch die 1:3 Niederlage in dessen erstem Spiel als Teamchef, bei dem Bruns’ Mannschaftskollege Michael Frontzeck debütierte, war auch das letzte Länderspiel für den Gladbacher Libero.

Blieb trotz Angeboten aus Italien dem VfL treu

Seine Profi-Laufbahn beendete Bruns am Bökelberg, auch wenn er in den achtziger Jahren durchaus lukrative Angebote bekam. „Ich hatte Angebote von der Hälfte der Bundesliga. Und aus Italien, von Lazio Rom und Florenz“, erinnert er sich. Doch er blieb beim VfL und kam als einer der wenigen Spieler in den Genuss eines Abschiedsspiels. Auch wenn Hans-Günter Bruns für Borussia 61 Tore schoss, so wurde er durch ein Nicht-Tor berühmt. 1983 rannte Bruns beim FC Bayern mit dem Ball über das gesamte Spielfeld. Der Ball ging an den Pfosten, rollte die Linie entlang, um vom zweiten Pfosten aus wieder aus dem Tor zu springen. Nach seiner Zeit bei Borussia wurde Bruns Spielertrainer beim SC Lobberich und betreute danach zahlreiche andere Mannschaften. Nach seiner Profi-Laufbahn trainierte er zunächst einige Amateur-Vereine. Ab 2006 wurde er Coach von Rot-Weiß Oberhausen und führte den Verein in die Zweite Bundesliga. In der Saison 2008/09 wechselte Bruns auf den Posten des Sportlichen Leiters und hatte ab April 2010 auch die Rolle des Trainers inne. Nach der dortigen Entlassung war er auch noch als Trainer beim Wuppertaler SV Borussia und bei der SSVg Velbert tätig. Im April 2014 gab der Oberhausener Landesligist DJK Arminia Klosterhardt bekannt, Bruns als Cheftrainer für die neue Saison 2014/15 verpflichtet zu haben.

(Stand: August 2014)

Statistik

Alle statistischen Daten zu Borussias deutschen Nationalspielern, aber auch zu allen anderen VfL-Akteuren in der Vereinsgeschichte (ab Bundesliga) gibt es in unserer ausführlichen VfL-Statistik.

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