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Marco Reus

Debüt im fünften Anlauf

Bei seinem Debüt in der DFB-Elf kam Marco Reus in der 89. Minute für Mario Götze ins Spiel.

Beim EM-Qualifikationsspiel zwischen der Türkei und Deutschland (1:3) in Istanbul am 7. Oktober debütierte Marco Reus in der DFB-Elf. Bis zur 89. Minute musste sich Reus an diesem Abendgedulden, dann war es so weit. Der Borusse kam als letzter deutscher Einwechselspieler für den Dortmunder Mario Götze in die Partie und absolvierte damit erstmals ein A-Länderspiel mit dem Adler auf der Brust. Groß auf sich aufmerksam machen konnte der Borusse in den restlichen vier Minuten nicht mehr. Ein Tackling gegen Türkei-Kapitän Hamit Altintop und drei Ballkontakte – so lautet die Bilanz seines ersten Länderspiels. Ein durchaus möglicher Torabschuss blieb Reus verwehrt, weil Mario Gomez kurz vor dem Abpfiff selbst abschloss, statt den Ball auf den Borussen abzulegen. „Auch, wenn ich nicht allzu lange auf dem Platz stand, freue ich mich, dass es endlich mit meinem Debüt geklappt hat“, sagte Reus.

Reus hätte sein Debüt schon früher gegeben, doch viermal verhinderte eine Verletzung bzw. eine Grippe seinen Einsatz. Beim Freundschaftsspiel gegen Brasilien im Sommer 2011 durfte der Borusse immerhin schon einmal auf der Bank Platz nehmen. Im fünften Anlauf klappte es nun endlich. Borussias Mittelfeldspieler war der 48. Neuling in der Ära von Löw.

In seiner Zeit als „Fohlen“ lief Reus lief insgesamt achtmal für die deutsche Nationalmannschaft auf und erzielte zwei Tore. Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine kam er zu zwei Einsätzen. Im Viertelfinale gegen Griechenland (4:2) stand er in der Startelf und steuerte einen Treffer bei. Im Halbfinale gegen Italien (1:2) wurde Reus in der Pause eingewechselt, konnte beim Stand von 0:2 das Aus aber nicht mehr abwenden.

Kam 2009 von RW Ahlen

Marco Reus wechselte im Sommer 2009 von Zweitligist RW Ahlen zu Borussia und startete in seiner ersten Saison im Oberhaus gleich voll durch. Der pfeilschnelle Offensivakteur glänzte mit seinen Tempodribblings und enormem Zug zum Tor. Acht Treffer erzielte Reus, der damit gemeinsam mit Roel Brouwers interner Torschützenkönig Borussias wurde. In der darauf folgenden Saison knüpfte Reus nahtlos an die starken Leistungen der Vorsaison an und war am Ende mit elf Treffern und neun Vorlagen Borussias Topscorer. Im Relegations-Rückspiel in Bochum erzielte er den wichtigen 1:1-Ausgleich und sicherte seinem Verein damit den Klassenverbleib.

In der Saison 2011/12 beorderte Trainer Lucien Favre Reus ins Sturmzentrum, und diese Maßnahme sorgte für eine Leistungsexplosion: Bis zur Winterpause erzielte Reus zehn Tore, darunter ein Hattrick beim 5:0 gegen Werder Bremen. Der Blondschopf war einer der Schlüsselspieler bei Borussias Rückkehr in den Europapokal, kam auf insgesamt 21 Pflichtspieltreffer und wurde als Deutschlands Fußballer des Jahres 2012 ausgezeichnet. Nach dieser Spielzeit wechselte Reus zu Borussia Dortmund. In den beiden vergangenen Jahren erzielte er in 62 Bundesligapartien 30 Tore für den BVB. Die WM 2014 in Brasilien verpasste Reus wegen eines Teilrisses des Syndesmoseband, bei der EM 2016 fehlte er auf Grund einer Schambeinverletzung.

Stand: Mai 2017

Statistik

Alle statistischen Daten zu Borussias deutschen Nationalspielern, aber auch zu allen anderen VfL-Akteuren in der Vereinsgeschichte (ab Bundesliga) gibt es in unserer ausführlichen VfL-Statistik.

Transferübersicht 2017/18

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