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Ressourcen schonen

Wasser ist Leben

Borussia fördert mit einem eigenen Brunnen Wasser, um den Trinkwasserverbrauch zu reduzieren und das Trainingsgelände ressourcenschonend zu bewirtschaften.

Wer über das zehn Hektar große Trainingsgelände am BORUSSIA-PARK in Mönchengladbach schreitet, sieht große, weite und ebene Flächen. Die Profis der Borussia trainieren dort, nebenan üben einige Juniorenmannschaften. Die vielen Trainingsplätze bieten hervorragende Rahmenbedingungen dafür, dass hier fußballerische Extraklasse entwickelt wird. Die gesamte Anlage umfasst sieben Großspielfelder aus Naturrasen, ein Großspielfeld aus Kunstrasen, zwei Fußballkäfige, einen Soccer-Court, einen Koordinationsparcours, drei fest installierte Fußballtennis-Felder, eine Athletikfläche, einen Läuferhügel, eine Sprintstrecke und eine „wilde Wiese“ für die Torhüter.

Absolut eben ist die riesige Fläche, doch dahinter bzw. darunter versteckt sich vieles. „Man glaubt gar nicht, wie viel Technik es um die grüne Wiese gibt“, sagt Benjamin Muckel,Borussias Bereichsleiter der Betriebstechnik. Etliche Kilometer Rohrleitungen liegen rund um und unter den Plätzen, sie führen auch ins Hauptstadion. Zwischen Platz eins und Platz zwei liegt ein Brunnen, der fünf Kubikmeter Wasser pro Stunde aus der niederrheinischen Scholle pumpen kann. Dort befinden sich auch zwei Bohrungen, eine 195 Meter, die andere 120 Meter tief, die als Messstellen dienen; an ihnen wird kontrolliert, ob mit der Wasserentnahme auch ökologisch alles korrekt läuft.

Wasserwirtschaft ist eine Wissenschaft für sich, die Behörden kontrollieren sehr genau. Das Trainingsgelände, auch in seiner Größe, ist nicht untypisch für einen Bundesliga-Klub, die Wassertechnik aber schon. Borussia fördert das Wasser selbst – umweltschonend, ökologisch und ökonomisch vorbildlich, denn der Einsatz von wertvollem Trinkwasser wird vermieden, was auch auf die Finanzen des Klubs einen schonenden Effekt hat. „Wir machen alles, was sich in einer Amortisationszeit von vier Jahren rechnet“, sagt Muckel.

Schon seit 2007 bezieht die Borussia den Großteil ihres Wassers aus dem eigenen Brunnen. Alle Naturrasenplätze werden damit beregnet, durch ein eigens gebautes Leitungssystem ist auch das Hauptspielfeld im Stadion miteinbezogen worden. 40.000 Kubikmeter (40 Millionen Liter) pro Jahr kann der Borussia-Brunnen maximal aus der Tiefe holen. Nach der Fertigstellung des Trainingsgeländes 2005 wurde zunächst ein kleiner Brunnen mit lediglich 30 Meter Tiefe angelegt. Da aber dieses Wasser zu eisenhaltig war, färbte sich das Gras gelb. Der BORUSSIA-PARK liegt im rheinischen Braunkohlegebiet, direkt darunter befinden sich der Flöz Morkum in 70 Meter und der Flöz Frimmersdorf in 140 Meter Tiefe.

Gefördert wird das Wasser, das das Gladbacher Gras wachsen lässt, aus der Mittelschicht zwischen den beiden vor Millionen Jahren entstandenen Kohleadern aus 116 Metern. Bei einem städtischen Kubikmeterpreis für Trinkwasser von 1,58 Euro spart die Borussia fast 40.000 Euro pro Jahr. Gekostet hat die Brunnenbohrung 230.000 Euro. Gelohnt hat sich das Unterfangen also schon, von den positiven Umweltwirkungen ganz zu schweigen. Borussia schont in großem Maße die wertvolle Ressource Wasser, die oft als wichtigstes Lebensmittel gepriesen wird. Ganz ohne Wasser aus dem städtischen Netz geht es allerdings auch nicht: Im Stadion, für die dort ständig geöffnete Gastronomie, für die Klubverwaltung, die Umkleiden und die Toiletten der Zuschauer werden 14.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr benötigt.

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