NEWS: 08.11.2018

Hecking: "Die Ausgangssituation weiter verbessern"

Hecking: "Die Ausgangssituation weiter verbessern"
Trainer Dieter Hecking

Trainer Dieter Hecking sprach in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim SV Werder Bremen über..

…die personelle Lage: Julio Villalba steigt nach überstandener Schulterprellung heute wieder ins Mannschaftstraining ein. Fraglich ist für Samstag noch der Einsatz von Nico Elvedi auf Grund seiner im Düsseldorf-Heimspiel erlittenen Bänderzerrung im Sprunggelenk. Ansonsten stehen uns in Bremen alle Spieler zur Verfügung. Meine Aufgabe als Trainer ist es, abzuwägen, welche Personalien für das nächste Spiel die richtigen sind. Bislang hatte ich in dieser Saison das Gefühl, dass ich mit meinen Entscheidungen meist richtig lag, auch wenn die Spieler sie vielleicht nicht immer ganz nachvollziehen konnten.

die Erwartungen an das kommende Spiel: Die Bremer werden nach den beiden verlorenen Bundesligaspielen sicherlich auf Widergutmachung aus sein und versuchen, wieder ihr wahres Gesicht zu zeigen. Daher müssen wir damit rechnen, dass sie vor eigenem Publikum aggressiv auftreten und offensiv ausgerichtet sein werden. So haben sie bislang auch sehr erfolgreich ihre Saison bestritten.

...die aktuelle Tabellenposition: Ich wehre mich inzwischen ein wenig gegen das Wort Momentaufnahme. Wenn du nach zehn Spieltagen auf Rang zwei stehst, bist du Zweiter, und das hat nichts mit einem Moment zu tun. Natürlich kann das alles in vier Wochen wieder anders aussehen, aber aktuell haben wir uns diesen zweiten Platz erarbeitet. Es soll uns nicht in Sicherheit wiegen, denn nach zehn Spieltagen ist noch keine Saison beendet worden. Aber ich finde, dass die Mannschaft zurecht da steht, wo sie steht. Jetzt ist unsere Herausforderung, die Ausgangssituation am elften Spieltag weiter zu verbessern.

die Offensivabteilung der Fohlen: Es ist sehr positiv, dass wir viele Spieler haben, die Tore erzielen können. Neben unseren drei besten Torschützen Hazard, Plea und Hofmann zähle ich natürlich auch Raffael, Stindl, Herrmann und Johnson dazu. Traoré kommt nach seiner langen Verletzungspause auch immer besser in Schwung. Dass wir derzeit nach vorne so viel Gefahr ausstrahlen, gibt uns ein gutes Gefühl. Es nützt aber nichts, im Hurra-Stil nach vorne zu rennen, denn das gibt dem Gegner immer Räume. Daher sind wir immer um eine gute Balance bemüht. Diese Balance hatten wir in dieser Saison fast in allen Partien, und darauf wird es natürlich auch in Bremen wieder ankommen.

die Situation von Christoph Kramer: Dass er derzeit nicht zufrieden ist, kann ich absolut nachvollziehen. Ich war selbst früher Profi, und wenn ich nicht gespielt habe, war jeder Trainer für mich eine Person, die ich nicht sehen wollte. Das Wichtigste ist, dass wir uns weiterhin in die Augen sehen können und respektvoll miteinander umgehen – und das tun wir. Chris ist ja kein schlechter Fußballer geworden. Es hat sich lediglich ein anderer Spieler auf seiner Position aufgedrängt, der gute Leistungen bringt. Ich bin froh, dass ich sowohl Christoph Kramer als auch Tobias Strobl und Denis Zakaria habe, die alle auf der Sechserposition spielen und dazu beitragen können, dass wir weiter erfolgreich sind.