NEWS: 21.05.2020

Rose: „Brauchen eine überdurchschnittliche Leistung“

Rose: „Brauchen eine überdurchschnittliche Leistung“
Cheftrainer Marco Rose

In der virtuellen Pressekonferenz vor dem ersten Heimspiel nach dem Bundesliga-Re-Start gegen Bayer 04 Leverkusen sprach Cheftrainer Marco Rose über…

…die personelle Situation: Fabian Johnson (muskuläre Probleme) und Denis Zakaria (Knieoperation) werden weiterhin fehlen. Ramy Bensebaini hat eine Handschiene, weil er sich im Training an der Hand verletzt hat, und Marcus Thuram wurde aufgrund einer Blessur am Arm untersucht, aber er konnte voll mittrainieren.

…die Brisanz des Spiels: Wir können alle die Tabelle lesen. Leverkusen hat nur zwei Zähler weniger als wir auf dem Konto. Ansonsten haben wir natürlich im Hinterkopf, dass es eine Art Derby ist. In diesen haben wir bisher in dieser Saison sehr gut abgeschnitten und es wäre super, wenn wir in dieser Saison alle Derbys für uns entscheiden könnten.

…den kommenden Gegner: Das Hinspiel haben wir in guter Erinnerung. Dennoch braucht man gegen Leverkusen eine überdurchschnittlich gute Leistung. Wir haben das Spiel von Leverkusen gegen Bremen analysiert. Leverkusen spielt im Spiel gegen den Ball ähnlich intensiv wie wir. Sie haben ein unglaublich starkes und präsentes Gegenpressing und ein sehr hohes Anlaufen. Das bietet aber auch Räume. Mit dem Ball wollen sie eine hohe Dominanz ausstrahlen und haben dann auch ein hohes Tempo, das müssen wir unterbinden. Das bedeutet, wir brauchen gegen so eine Mannschaft den Ball und die Kontrolle. Wir müssen kompakt und sicher verteidigen.

…den Leverkusener Spieler Kai Havertz: Wir können hier in Deutschland froh sein, so einen jungen Spieler wie Kai in der Bundesliga zu haben und zukünftig hoffentlich auch im Nationalteam. Er hat eine außergewöhnliche Qualität und eine gute Physis, die er sich mittlerweile erarbeitet hat. Er hat eine gute Dynamik und ist sehr kopfballstark. Trotzdem haben wir uns noch nie auf einen Spieler fixiert. Wir wollen nicht einen Spieler aus dem Spiel nehmen. Aber wir kennen seine Stärken und wollen diese gut verteidigen.

…Ramy Bensebaini: Ramy hat in Frankfurt einen Assist und ein Tor zum Sieg beigesteuert, das spricht natürlich ganz stark für ihn. Er ist am Ende vom Ramadan und ernährt sich dementsprechend anders. Unser Ernährungsberater leistet da aber gute Arbeit. Ob er Samstag spielen wird, werden wir sehen, aber Dienstag steht ja schon das nächste Spiel an. Irgendwann werden wir sicher frische Spieler bringen müssen.

…László Bénes: Lazi hat in dieser Phase sehr gut gearbeitet und trainiert. Er hat nach der Winterpause gemerkt, dass die Konkurrenzsituation erheblich ist. Es ist für einen jungen Spieler natürlich nicht leicht, wenn man am Anfang der Hinrunde viel und gut spielt und dann verletzte Spieler zurückkehren und einem selbst eventuell auch ein bisschen das Vertrauen und die Form fehlen. Aber ich glaube, dass Lazi im letzten halben Jahre viel gelernt hat. Er ist gut drauf und die Konkurrenzsituation auf seiner Position hat sich etwas entschärft. In Denis Zakaria fällt ein Spieler länger aus. Ich kann nichts versprechen, aber ich denke schon, dass Bénes in den nächsten Wochen Einsatzzeiten haben wird und dann kann er sich zeigen. Er hat gut an seinen Defiziten gearbeitet: an seiner Antizipationsfähigkeit, seiner Zweikampffähigkeit, seiner Zweikampfführung und seiner Grundaggressivität gegen den Ball. Er ist gut drauf und ich denke, dass er uns dieser Saison noch helfen wird.

…die aktuelle Lage hinsichtlich des Spielbetriebs: Ich bin immer noch sehr optimistisch, dass wir die Saison zu Ende spielen werden. Mittlerweile wissen wir alle, womit wir es zu tun haben. Die Liga hat sich ein gutes Konzept überlegt. Dank der Politik dürfen wir wieder spielen und das hat am ersten Spieltag auch sehr gut funktioniert. Ich denke aber, es wird immer wieder Dinge geben, die wir Woche für Woche anpassen und ändern können. Da besteht aber auch reger Austausch. Dennoch kann es natürlich vorkommen, dass es weitere Corona-Fälle im Fußball gibt, aber da sind wir alle gut drauf vorbereitet. Ich habe großes Vertrauen in dieses Konzept und denke, dass wir die Saison durchziehen können.

…die fehlenden Fans: Wir würden uns hier zuhause gegen Leverkusen natürlich wohler fühlen, wenn unsere Fans da wären. Und trotzdem wollen wir die Situation so annehmen, wie sie ist. Aber das hat Leverkusen gegen Bremen auch sehr gut gemacht. Ich denke alle Mannschaften haben sich mittlerweile gut darauf eingestellt. Wir haben insgesamt einen sehr guten ersten Spieltag nach der Spielpause gesehen und trotzdem sind wir alle nochmal besser und froh, wenn die Fans wieder im Stadion sind.

…die „Pappkameraden“: Auch wenn die „Pappkameraden“ natürlich die echten Fans nicht komplett ersetzen können, ist das eine coole Aktion, die vollumfänglich für eine gute Sache ist. Ich finde, es ist eine sehr witzige Idee und wir haben alle schon viel darüber geschmunzelt. Ich hänge neben Alassane Plea direkt hinter dem Tor in der Nordkurve und darf so auch mal dort stehen, wo im sonst unsere treuesten Anhänger zu finden sind.