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30.09.2012

"So etwas darf nicht noch mal vorkommen"

Tony Jantschke im Duell mit Marco Reus.

Am Tag nach der 0:5-Niederlage in Dortmund sprachen mit Rechtsverteidiger Tony Jantschke.

Tony, ihr habt gestern eure höchste Niederlage seit langer Zeit kassiert. Welche Erklärung hast du dafür?

Jantschke: Von den fünf Gegentoren sind drei nach Kontern gefallen – und das bei einem Auswärtsspiel in Dortmund. Das ist viel zu einfach gegangen. Nach dem 0:3 hätten wir etwas defensiver agieren sollen, um am Ende nicht so eine Packung zu kassieren wie es jetzt passiert ist. Wir müssen uns jetzt Gedanken machen, denn so etwas darf nicht noch einmal vorkommen.

Dabei habt ihr gestern recht gut begonnen …

Jantschke: Das stimmt, die erste halbe Stunde standen wir sehr kompakt, haben gut mitgespielt und hatten auch ein paar Torchancen. Aber das reicht eben nicht, wenn wir nach dem ersten Gegentor einbrechen. Wir müssen so eine Leistung wie in der Anfangsphase 90 Minuten lang konsequent durchhalten und unser Spiel durchdrücken – das fehlt momentan.

In der vergangenen Saison war die Defensive euer großer Trumpf. Nun sind es schon zwölf Gegentore nach sechs Spielen. Wie ist das zu erklären?

Jantschke: Wir schaffen es derzeit nicht, mit allen elf Mann diese Kompaktheit zu erlangen, die wir im letzten Jahr hatten. Das liegt nicht allein an der Abwehr oder am Mittelfeld, das liegt an uns allen. Es war auch in der vergangenen Saison die gesamte Mannschaft, die verteidigt hat, das ging vorne los und hörte hinten auf. Daran müssen wir dringend arbeiten, denn mit so vielen Gegentoren werden wir es sehr schwer haben, Spiele zu gewinnen.

Es wird immer wieder betont, dass ihr noch in der Findungsphase seid. Ist das ein weiterer Grund für die schwankenden Leistungen?

Jantschke: Es ist mir zu einfach, alles auf die fehlende Eingespieltheit zu schieben. Schließlich sind noch genug Spieler aus der Vorsaison da. Es sind jetzt alle Spieler gefordert, egal ob Neuzugänge oder Spieler, die schon im vergangenen Jahr bei uns waren.

Wie würdest du eure aktuelle Situation beschreiben?

Jantschke: Die Lage ist kritisch. Aber wir wussten vorher, dass es keine leichte Saison wird. Es ist erst der sechste Spieltag, noch ist nicht viel passiert. Trotzdem müssen wir darüber sprechen, denn so kann es nicht weitergehen. Wir müssen die Niederlage jetzt ein, zwei Tage sacken lassen und dann wieder positiv nach vorne schauen. Der größte Fehler wäre es, sich gegenseitig zu zerfleischen, wir müssen die Köpfe oben behalten.

War die gestrige Niederlage vielleicht ein Warnschuss zur richtigen Zeit?

Jantschke: Warnschüsse waren schon die beiden Spiele davor, denn sowohl in Leverkusen als auch gegen den HSV hätten wir ähnlich viele Gegentore kassieren können. Aber ja, vielleicht war es gestern die richtige Klatsche zur richtigen Zeit, damit jetzt alle begreifen, dass es nicht so leicht wird und es nicht nur fußballerisch geht. Wir müssen wieder dahin kommen, kompakt zu stehen, das ist die Basis.

Bereits am Donnerstag steht mit dem Europa League-Heimspiel gegen Fenerbahçe Istanbul die nächste schwere Aufgabe auf euch. Wie wichtig ist euch in dieser Phase der Europapokal?

Jantschke: Wir haben lange drauf hingearbeitet, international zu spielen. Deswegen wollen wir natürlich auch in der Europa League erfolgreich sein. Die Bundesliga ist das Tagesgeschäft und da müssen wir schnellstmöglich wieder die Kurve bekommen. Trotzdem wollen wir auch gegen Fenerbahçe punkten, die Voraussetzung dafür ist aber, dass wir als Mannschaft wieder besser spielen.



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