In einer schwierigen Phase für Stabilität gesorgt

Dieter Hecking war zweieinhalb Jahre Trainer der FohlenElf.

Als Dieter Hecking im Dezember 2016 zu Borussia kam, befand sich die FohlenElf in einer Krise: Der Trainer des Jahres 2015 übernahm den VfL von André Schubert auf Platz 14 stehend mit 16 Punkten nach 16 Spieltagen, lediglich drei Zähler betrug der Vorsprung auf den Relegationsplatz. In der Folge gab der erfahrene Coach der verunsicherten Mannschaft wieder Stabilität und holte aus den verbleibenden 18 Spielen noch 29 Zähler. Am Ende fehlten der FohlenElf sogar nur drei Punkte für die Qualifikation für die UEFA Europa League. „Dieter Hecking hat uns in einer prekären Situation Struktur und Halt gegeben und eine Mannschaft entwickelt, die Neunter geworden ist“, sagte Sportdirektor Max Eberl.

Der Aufschwung fand in der Folgesaison zunächst seine Fortsetzung: Punktgleich mit dem Tabellendritten beendete Borussia die Hinrunde mit 28 Zählern auf Rang sechs. In der zweiten Halbserie der Saison 2017/2018 kamen jedoch lediglich noch 19 Punkte hinzu, sodass die FohlenElf die Saison wieder auf Platz neun beendete. Nach einem erfolgreichen Start in die anschließende Spielzeit verlängerte Borussia den Vertrag im November 2018 vorzeitig um ein weiteres Jahr, im April 2019 verkündete Max Eberl jedoch, dass der Verein die Zusammenarbeit mit Hecking zum Ende der Saison beendet. „Ich habe das Gefühl, dass wir als Klub im Sommer etwas anderes machen wollen. Wir wollen uns ein Stück weit neu aufstellen für die Zukunft. Wir müssen Dinge in diesem Klub neu strukturieren“, erklärte Eberl die Entscheidung. Hecking zeigte sich zwar enttäuscht über den Entschluss, respektierte diesen aber und beschloss, die Mannschaft weiter bis Ende der Saison zu betreuen: „Ich laufe nicht weg. Ich habe bislang für diesen Verein mit Leib und Seele alles gegeben, das werde ich weiterhin tun.“ Am Ende seiner letzten Spielzeit landete Hecking mit den Fohlen auf Platz fünf und schaffte somit die Qualifikation für die UEFA Europa League.

Seine Spielerkarriere begann Hecking bei Westfalia Soest. Die nächsten Stationen waren der Soester SV, Borussia Lippstadt und der 1. FC Paderborn. Im Alter von knapp 19 Jahren hatte Hecking 1983 bei Borussia seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Allerdings kam der offensive Mittelfeldspieler in den folgenden zwei Jahren nur zu sechs Einsätzen. Hecking wechselte daraufhin zu Hessen Kassel. Weitere Stationen waren der SV Waldhof Mannheim, VfB Leipzig, TuS Paderborn-Neuhaus, Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. 36 Bundesliga- und 203 Zweitligaspiele (38 Tore), 141 Regionalligaspiele (46 Tore) und 61 Oberligaspiele (39 Tore) standen für den Offensivakteur am Ende zu Buche.

Bereits 2000 übernahm Dieter Hecking bei Zweitligist SC Verl sein erstes Traineramt. In der Folge betreute er den VfB Lübeck, Alemannia Aachen, Hannover 96, den 1. FC Nürnberg und schließlich den VfL Wolfsburg. Mit den Niedersachsen feierte Hecking seinen größten Erfolg, als er mit den Autostädtern 2015 die Vizemeisterschaft, den Gewinn des DFB-Pokals und den Sieg im Supercup feierte. Außerdem wurde Hecking zum Trainer des Jahres gewählt.

Daten

Geburtsdatum: 12.09.1964

Stationen als Spieler: Borussia Mönchengladbach, Hessen Kassel, SV Waldhof Mannheim, VfB Leipzig, TuS Paderborn-Neuhaus, Hannover 96, Eintracht Braunschweig

Stationen als Vereinstrainer vor Borussia: VfL Wolfsburg, 1. FC Nürnberg, Hannover 96, Alemannia Aachen, VfB Lübeck, SC Verl

Trainer bei Borussia: 22.12.2016 bis 30.06.2019