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Der Gegner: Real Madrid

Am Dienstagabend (21:00 Uhr) empfängt die FohlenElf am zweiten Gruppen-Spieltag der UEFA Champions League Real Madrid. Wir stellen Borussias kommenden Gegner ausführlich vor.

Formkurve: In der spanischen Meisterschaft liegt Real Madrid nach sieben Spieltagen mit 13 Punkten hinter Real Sociedad (14 Punkte) auf Platz zwei – allerdings haben die „Königlichen“ noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Nach einem 0:0 zum Auftakt beim aktuellen La Liga-Spitzenreiter fuhren die Madrilenen drei Siege in Folge ein (3:2 bei Betis Sevilla, 1:0 gegen Real Valladolid, 2:0 bei UD Levante). Dann setzte es eine überraschende 0:1-Heimschlappe gegen Aufsteiger FC Cadiz und nur vier Tage später ging auch das Auftaktspiel in der Königsklasse mit 2:3 gegen Schachtar Donezk verloren. Das aufkommende Gerede um eine mögliche Krise machte Real aber am zurückliegenden Wochenende mit einem 3:1-Sieg im Clásico beim FC Barcelona zunichte. „Ich weiß nicht, ob die jüngste Kritik fair war oder nicht“, sagte Trainer Zinedine Zidane. „Was ich sagen kann, ist, dass ich stolz auf mein Team bin. Wir müssen es nach all den Bemerkungen, die über uns gemacht wurden, genießen. Wir sind nicht hier, um die Leute zum Schweigen zu bringen. Wir sind hier, um es auf unsere Weise zu tun und an das zu glauben, was wir tun. Das ist es, was wir getan haben.“

Trainer: Zinedine Zidane: Bereits seine Laufbahn als Spieler war äußerst erfolgreich. Mit der französischen Nationalmannschaft wurde der 108-malige Nationalspieler Welt- und Europameister. Mit Juventus Turin gewann Zidane die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft und zwei italienische Meisterschaften, mit Real Madrid einmal die UEFA Champions League und einmal die spanische Meisterschaft. 2006 beendete der dreimalige FIFA-Weltfußballer des Jahres bei den „Königlichen“ seine aktive Karriere. Vier Jahre später kehrte er erst als sportlicher Berater, dann als Assistenzcoach sowie Trainer der zweiten Mannschaft zu Real zurück. Obwohl er nur wenig Erfahrung als Chefcoach hatte, übernahm er im Januar 2016 das Profiteam und führte es auf Anhieb zu drei Champions-League-Titelgewinnen in Serie und zudem 2017 auch zur spanischen Meisterschaft. Im Mai 2018 trat Zidane überraschend zurück, weil er der Meinung war, dass die Mannschaft „einen neuen Impuls benötigt.“ Keine zehn Monate später kehrte er jedoch schon wieder zurück und führte Real anderthalb Jahre später zum Gewinn der spanischen Meisterschaft.

System und Aufstellung: Im ersten Champions-League-Spiel gegen Donezk ließ Zidane mehrere Stammkräfte draußen. Da die Madrilenen nach dem 2:3 gegen die Ukrainer jedoch nun unter Zugzwang stehen, dürften sie am Dienstagabend im BORUSSIA-PARK mit der bestmöglichen Elf im gewohnten 4-3-3-System auflaufen. Mit Ausnahme von Rechtsverteidiger Nacho, der sich im Clásico verletzte, sind alle wichtigen Spieler dabei. Den Kasten hütet der belgische Nationaltorwart Thibaut Courtois. Die Viererkette bilden Lucas Vazquez, Raphael Varane, Kapitän Sergio Ramos (Foto: imago images / Zuma Wire) und Ferland Mendy. Als Ersatz stehen Sergio Santos (rechts), Eder Militao (innen) und Marcelo (links) bereit. Die Mittelfeldzentrale bilden Casemiro, Toni Kroos und Federico Valverde. In Luka Modric hat Zidane eine weitere hochkarätige Option. Die offensiven Außenbahnen besetzen Marco Asensio und Vinicius Junior. Jedoch steht auch Eden Hazard nach überstandener Verletzung wieder zur Verfügung. Rodryo und Isco sind weitere Alternativen. Alleinige Spitze ist Karim Benzema. Die Rolle des Jokers hat im Angriff derzeit der ehemalige Frankfurter Luka Jovic inne.

Im Fokus: Sergio Ramos: Abwehrchef, Leitwolf, Kapitän: Sergio Ramos ist das Gesicht und der Erfolgsgarant von Real Madrid. 2005 wechselte der womöglich beste Innenverteidiger der Welt für 27 Millionen Euro vom FC Sevilla zum „weißen Ballett“. Seitdem bestritt er 656 Pflichtspiele für Real, in denen er 100 Tore erzielte. Die letzten 25 Elfmeter verwandelte der 34-Jährige allesamt. Seine Titelsammlung ist gewaltig: Weltmeister und zweimal Europameister mit Spanien, viermal Champions-League-Sieger, fünfmal spanischer Meister, zweimal spanischer Pokalsieger und viermal Klub-Weltmeister mit Real. Ramos hatte an fast allen dieser Titelgewinne entscheidenden Anteil, als zweikampf- und extrem kopfballstarker Innenverteidiger sowie auch immer wieder als Schütze wichtiger Tore. Welch enormen Stellenwert er für die „Königlichen“ hat, zeigt ein Blick auf die Statistik. In der Champions League verlor Real sieben der letzten acht Partien, in denen ihr Kapitän fehlte. „Wir wissen, was er repräsentiert und wie positiv er für das Team ist“, so Zidane über Ramos.

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