Rose: „Nur auf die nächste Aufgabe konzentrieren“

In der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel am kommenden Sonntag (18:00 Uhr) gegen Arminia Bielefeld sprachen Cheftrainer Marco Rose und Sportdirektor Max Eberl über…

Cheftrainer Marco Rose über…

…die personelle Situation: Christoph Kramer wurde in Sinsheim angeschlagen ausgewechselt, bei ihm müssen wir nachher im Training schauen, wie es aussieht. Lars Stindl fällt weiterhin aus (Muskelfaserriss) und auch die Langezeitverletzten Torben Müsel und Julio Villalba (beide im Aufbautraining) sind nicht dabei. Zurückkehren wird Yann Sommer nach seiner Rotsperre.

…die jüngste Niederlage in Sinsheim: Wir waren alle sehr enttäuscht. Vor allem, wenn man zur Halbzeit 2:0 führt und dann noch 2:3 verliert. Und das auch nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Wir haben bereits dreimal Zwei-Tore-Führungen verspielt. Ich glaube aber, dass die Jungs nach dem Spiel die richtige Empfindung hatten – dass wir an diesem Tag nicht gut genug waren, um die Partie zu gewinnen. Dennoch ist es bei uns nie ein Mentalitäts- oder ein Einstellungsthema, es geht um die Reaktionen auf bestimmte Spielsituationen. Fakt ist, dass wir lernen müssen, die Situation, die kommt und irgendwie Gefahr auslösen könnte, als die wichtigste zu nehmen. Jetzt gilt es aber, uns einzig und allein auf die nächste Aufgabe – und zwar Arminia Bielefeld – zu konzentrieren.

…eine Bewertung der laufenden Saison: Ich denke, wir haben im Positionsspiel gerade zu Beginn der Saison einen Schritt nach vorne gemacht. Dann kam die Champions League hinzu und wir hatten sehr viele Spiele. Zudem fehlte uns in dieser Saison das Spielglück, mit diesem wollen wir uns aber nicht herausreden. Das wäre zu einfach. Spielglück muss man sich erarbeiten. Wir haben bis hierhin einfach zu viele Punkte liegen gelassen. Die Qualität der Mannschaft ist enorm und der Charakter des Teams stimmt auch. Den Problemen, die wir in den letzten Wochen hatten, können wir nur über positive Ergebnisse entgegenwirken. Wir rennen aktuell unseren Zielen hinterher. Grundsätzlich ist die Mannschaft aber gewillt, diese zu erreichen. Mein Team muss die Qualität am Sonntag gegen Bielefeld einfach wieder auf den Platz bringen. Das ist unglaublich wichtig und ich traue das meiner Mannschaft zu.

…den kommenden Gegner: Bielefeld hat eine sehr unangenehme und aggressive Mannschaft. In der Defensive stehen die Arminen stabil und vorne nutzen sie immer wieder ihre Möglichkeiten. So haben sie gegen Schalke und Freiburg verdient gewonnen. Gegen Spitzenteams wie Leipzig hat Bielefeld immer wieder seine Grundordnung geändert und sich angepasst. Zudem spielt es mit einer hohen Intensität.

…Denis Zakaria: Viele vergessen immer wieder, dass „Zak“ eine schwere Knieverletzung hatte und in den letzten Wochen für seine persönliche Situation unglaublich viel gespielt hat. Wir müssen aufpassen, dass wir ihn nicht überbelasten. Am Morgen vor dem Hoffenheim-Spiel hatte er angegeben, dass er nicht bei 100 Prozent ist. In einer Englischen Woche lassen wir dann lieber einen Christoph Kramer ran, der bei 100 Prozent ist und in dieser Saison konstant gute Leistungen abliefert. Bei Denis werden wir in Hinblick auf das Bielefeld-Spiel schauen, wie es sich entwickelt.  

Sportdirektor Max Eberl über…

…das Quarantäne-Trainingslager: Um noch mehr Sicherheit zu bekommen, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann, macht es Sinn jedes Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Zwar kann man sich auch im Quarantäne-Hotel anstecken, aber dort kann man genau nachweisen, wann welcher Spieler mit wem in Kontakt war. Dieses Quarantäne-Trainingslager ist deswegen so sinnvoll, weil wir alle die Saison zu Ende spielen möchten. Die nationalen Wettbewerbe sind wegen der Qualifikationen für den internationalen Wettbewerb und den Aufstiegen bzw. Abstiegen in den nationalen Ligen elementar wichtig. Hinten heraus haben wir keine Möglichkeit mehr Spiele nachzuholen und deswegen läutet man an den letzten beiden Spieltagen die höchste Sicherheitsstufe ein. Das halte ich für logisch und richtig.

…über mögliche Personalentscheidungen: Ich denke, dass der Transfermarkt in diesem Jahr erst sehr spät ins Rollen kommen wird. Die Vereine müssen erst einmal kalkulieren, wie diese Saison zu Ende gehen wird und mit was man in der neuen Saison rechnen und planen kann. Es gibt zurzeit viele Unwägbarkeiten, die es zu berücksichtigen gilt. Bei Borussia laufen Gespräche, ich denke aber nicht, dass es in den nächsten drei oder vier Wochen Lösungen gibt, was beispielsweise Denis Zakaria und Matthias Ginter betrifft. Beide besitzen noch einen Vertrag über die Saison hinaus, dementsprechend herrscht keine Eile. Ob es zu einer Verlängerung kommen könnte oder ob es andere Gedanken gibt, wird man dann sehen. Das trifft auch auf Valentino Lazaro, dessen Leihgeschäft endet, und auf Ibrahima Traoré zu, dessen Vertrag ausläuft.

…die zukünftige Kaderplanung: Aufgrund des finanziellen Einbruchs wegen der Corona-Pandemie müssen wir uns Gedanken machen, wie der Kader in der kommenden Saison aussehen könnte. Wir hatten und haben in dieser Saison einen sehr guten und auch großen Kader und wir werden auch in der neuen Spielzeit wieder einen qualitativ guten Kader haben. Wie groß er sein wird, werden wir sehen. Grundsätzlich könnte es aber schon sein, dass der Kader ein wenig kleiner wird, weil finanzielle Möglichkeiten wegbrechen. Dies ist aber auch eine Chance für die Nachwuchsspieler, sich in den Vordergrund zu spielen.

Cheftrainer Marco Rose
Sportdirektor Max Eberl

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Die Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld mit Cheftrainer Marco Rose und Sportdirektor Max Eberl

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