Rose: „Unsere eigene Aufgabe erfüllen"

In der Pressekonferenz vor dem Saisonfinale in der Bundesliga am Samstag (15:30 Uhr) beim SV Werder Bremen sprachen Cheftrainer Marco Rose und Sportdirektor Max Eberl über die personelle Situation, den kommenden Gegner und die fehlende Konstanz in dieser Saison.

Cheftrainer Marco Rose über…

…die personelle Situation: Ibrahima Traoré hat heute mit dem Training ausgesetzt, alle anderen Spieler, die sich im Quarantäne-Trainingslager befinden sind aber fit. Torben Müsel (im Aufbautraining) und Mamadou Doucouré (OP nach Achillessehnenriss) fallen weiter aus.

…den kommenden Gegner: Wir wissen nicht genau, was am Samstag auf uns zukommt. Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir uns um uns kümmern. Aber ich glaube schon, dass der neue Werder-Trainer Thomas Schaaf mit seiner Erfahrung in dieser Woche versucht hat, auch inhaltlich viel mit der Mannschaft zu arbeiten. Florian Kohfeldt hat in den Wochen zuvor viel Wert auf die ersten und zweiten Bälle gelegt und viele kopfballstarke Spieler vorne drinnen gehabt. Möglicherweise wählt Thomas Schaaf einen anderen Ansatz. Wir müssen auf alles vorbereitet sein.

…Florian Kohfeldt und Thomas Schaaf: Ich finde es schade, dass Flo nicht mehr da ist, weil er ein hervorragender Trainer ist. Er hat in Bremen im Rahmen seiner Möglichkeiten eine sehr gute Arbeit geleistet. Er hat mit Werder immer wieder alles probiert und rausgehauen, trotzdem müssen wir Trainer im Fußballgeschäft auch mal damit leben, dass es für uns nicht weitergeht. Am Samstag treffe ich nun auf Thomas Schaaf, den ich natürlich sehr schätze und bei einem Europa-League-Spiel in Salzburg kurz kennengelernt habe. Er ist ein großer Trainer, hat viel erreicht und in Bremen eine Ära geprägt. Er hatte schon damals eine innovative Spielidee. Dennoch steht uns eine Aufgabe bevor, bei der wir uns um unsere Leistung kümmern müssen. Aufgrund der Situationen der beiden Mannschaft ist das Spiel speziell. Für beide geht es noch um sehr viel.

…die Vorbereitung auf das Bremen-Spiel: Wir haben in dieser Woche versucht, ein gutes Gefühl zu bekommen und haben im Quarantäne-Trainingslager an der Stimmung im Team gearbeitet. Jetzt geht es darum, dass die Jungs das auch am Samstag auf den Platz bringen. Wir trainieren immer wieder sehr fleißig und intensiv und haben auch gute Halbzeiten in unseren Spielen. Das große Thema Konstanz sollten wir nun aber auch am Samstag über 90 Minuten auf den Platz bekommen. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und sauber zu verteidigen.

…die mögliche Startelf in Bremen: Wir haben und werden in dieser Woche sehr genau hinsehen und schauen, wer aktuell gut in Form ist. Ich glaube aber, dass es derzeit nicht nur um die reine Qualität geht. Wir brauchen am Samstag die Jungs auf dem Platz, die laufen und sich zu 120 Prozent einbringen. In Bremen gilt es auch, richtig zu reagieren und eventuell schon früher frische Spieler einzuwechseln.

…einen möglichen Platz sieben: Wir wissen, dass wir auf das Ergebnis von Union Berlin angewiesen sind, um noch den siebten Platz zu erreichen. Dennoch steht unser Spiel an erster Stelle. Wenn das Ergebnis in Berlin stimmt aber unseres nicht, bringt uns das nichts. Deswegen schauen wir in Bremen nur auf uns. Wir wollen unsere Aufgabe erfüllen, das Spiel annehmen und noch einmal versuchen, eine gute Leistung auf den Platz zu bringen. Dann können wir auch nach Berlin schauen und gucken, was dort passiert.

…das Saisonfinale: Wenn wir am Ende des 34. Spieltags nicht auf dem siebten Platz stehen, der zur Teilnahme an den Play-offs zur Conference League berechtigt, dann haben wir unsere Ziele nicht erreicht und können auch nicht zufrieden sein.

…die fehlende Konstanz in dieser Saison: Manchmal kann man Sachen im Fußball nicht erklären und es kommen gleichzeitig viele Dinge zusammen. In diesem Jahr gab es viele Kleinigkeiten. Wir haben in dieser Saison über Spielglück gesprochen und über unsere teilweise sehr späten Gegentore. Dann hatten die Spieler auch mal eine Phase, in der sie nicht in Topform waren. Wir haben als Gruppe zu wenig Konstanz auf den Platz gebracht und zu wenig auf hohem Niveau performed. Individuell haben wir die Qualität, das zeigen auch die vielen EM-Nominierungen. Jetzt müssen wir das am Samstag als Gruppe aufs Feld bringen.

…seine persönliche Entwicklung: Damit beschäftige ich mich, wenn ich Urlaub habe. Aber ich kann sagen, dass es jeden Tag sehr herausfordernd ist, Bundesliga-Trainer zu sein. Man muss sich mit sehr vielen Dingen auseinandersetzen. Man ist für eine große Mannschaft verantwortlich und muss erfolgreich arbeiten, um weitermachen zu dürfen. Dementsprechend hatte ich auch in dieser Woche sehr viel zu tun und werde dann nach der Saison auch ein wenig über mich nachdenken. In diesen zwei Jahren mit Borussia ist viel passiert. Vor allem im letzten Vierteljahr war die Stimmung rund um den Verein nicht so, wie wir uns das alle gewünscht haben. Natürlich werde ich darüber nachdenken, woran das gelegen hat und wie ich mich dadurch auch persönlich weiterentwickeln kann.  

Sportdirektor Max Eberl über…

… Mitarbeiter als Zuschauer in den Stadien von Bremen und Berlin: Wir sollten grundsätzlich froh sein, dass wieder Menschen ins Stadion gelassen werden. Es könnte sein, dass Bremen oder Union eine Unterstützung von den Mitarbeitern im Stadion erfahren, aber in dieser Hinsicht arbeiten wir alle an einem Projekt: dass der Gesellschaft Öffnungen widerfahren und wir wieder mehr dürfen, sei es im Sport oder auf kultureller Ebene. Wir arbeiten alle daraufhin, Normalität zurückzuerlangen. Am Ende werden nicht ein paar mehr Leute im Stadion für unser Ergebnis entscheidend sein. Wir hatten genug Zeit, unsere Ziele zu erreichen.

…die Saisonziele: Wir haben in dieser Saison lange um die internationalen Plätze mitgespielt und wir haben immer gesagt, wenn wir das tun, haben wir eine gute Saison gespielt. Wir hatten uns Europa als Ziel gesetzt und die Chance international zu spielen, besteht auch noch. Wie zufrieden ich bin, kann ich erst sagen, wenn wir den letzten Spieltag absolviert haben.

…die EM-Nominierungen: Dass so viele Borussia-Spieler für den EM-Kader ihrer jeweiligen Nationalmannschaft nominiert wurden, zeigt, dass wir einen sehr guten Kader besitzen. Das macht uns extrem stolz. Das ist eine Auszeichnung für die Leistung, die die Spieler gebracht haben. Natürlich haben wir als Verein die Sorge, dass sich die Spieler nicht so gut erholen könnten, wenn sie mit ihren Nationalteams unterwegs sind. Deswegen werden wir darauf achten, dass sie anschließend genug Urlaub und Erholung bekommen.

…die Zukunft von Valentino Lazaro: Stand heute endet die Leihe von Tino am 30. Juni. Er wird erst einmal zu Inter Mailand zurückkehren und dann werden wir, wenn der neue Trainer da ist, die Kaderplanung weiter vorantreiben. Dass Tino aufgrund von Verletzungen bei Borussia nicht richtig durchstarten konnte, ist schade. Dennoch haben wir im letzten Sommer einen Spieler ausgeliehen, der sehr flexibel einsetzbar ist und uns geholfen hat.

Cheftrainer Marco Rose
Sportdirektor Max Eberl

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