Ein wichtiger Befreiungsschlag

Der Tag danach: Den ersten Saisonsieg in der Bundesliga gelandet, ein historischer Doppelpack und eine großartige Unterstützung von den Rängen – alles Wichtige zum 3:1-Sieg der FohlenElf gegen Arminia Bielefeld.

Geschichte des Spiels

Die Erleichterung stand Adi Hütter nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. „Dem Druck standzuhalten war nicht einfach, deshalb freue ich mich sehr, dass wir den ersten Sieg eingefahren haben“, sagte Borussias Chefcoach, der erstmals auf eine Dreierkette gesetzt hatte. „Zum einen hatten wir nicht mehr so viele personelle Alternativen, zum anderen wollten wir den Gegner überraschen“, erklärte Hütter. Sein Team fand direkt gut in die Partie und diktierte gegen gut organisierte Arminen das Geschehen. Alassane Plea sorgte früh für die vermeintliche Führung, stand beim Zuspiel von Jonas Hofmann aber knapp im Abseits. In der 35. Minute durften die knapp 25.000 Zuschauer im fast ausverkauften BORUSSIA-PARK aber doch jubeln. Lars Stindl zog aus der Distanz ab und Bielefelds Laursen fälschte den Schuss im hohen Bogen über Keeper Ortega hinweg zum 1:0 ins eigene Tor ab. Sekunden vor dem Abpfiff nutzte Okugawa dann eine Unachtsamkeit in der Gladbacher Hintermannschaft zum überraschenden Ausgleich. „Was mich geärgert hat, ist, dass wir nicht mit einer Führung in die Halbzeit gegangen sind. Da müssen wir uns kurz vor der Pause einfach cleverer anstellen“, monierte Hütter.

Nach dem Wechsel entwickelte sich ein offenes, teils hektisches Spiel. Beide Teams wollten den Führungstreffer erzielen und hatten auch die eine oder andere Gelegenheit dazu. Zum entscheidenden Mann avancierte in der Schlussphase Joker Patrick Herrmann. Erst bereitete er das 2:1 durch einen Kopfballtreffer von Stindl mit einer präzisen Flanke von der rechten Seite vor, nur drei Minuten später bediente er nach einem schnellen Gegenangriff Denis Zakaria, der aus rund 14 Metern links unten traf und damit für die Vorentscheidung sorgte. „Die Einwechslungen haben uns gutgetan. Vor allem Patrick Herrmann mit seinen zwei Assists war sehr entscheidend“, sagte Hütter. Zwar steckten die Gäste nicht auf, brachten die Fohlen in der Schlussphase aber nicht mehr ernsthaft in Verlegenheit. „Es war ein Arbeitssieg, der in meinen Augen trotzdem verdient war. Die Tore Nummer zwei und drei waren klasse herausgespielt. Alles in allem lief bei uns aber noch nicht alles rund“, sagte Hütter.

Medienecho

Kicker: „Arminia hat sich in Gladbach mehr als nur gut angestellt und den heimischen Fohlen das Leben äußerst schwer gemacht. Am Ende aber tüteten die Borussen den ersehnten ersten Saisonsieg ein - was allen voran an Kapitän Stindl und noch etwas mehr am starken Joker Herrmann lag.“

Rheinische Post: „Borussia Mönchengladbach schlägt keineswegs chancenlose Bielefelder mit 3:1 (1:1): Mann des Spiels ist Gladbachs Kapitän Lars Stindl, der sein Team mit zwei Toren zum ersten Sieg in dieser Saison führt.“

GladbachLive: „Durchatmen, Borussia! Gladbach hat den ersten Liga-Dreier unter dem neuen Cheftrainer Adi Hütter eingetütet. Die Elf vom Niederrhein setze sich gegen Arminia Bielefeld mit 3:1 (1:1) durch und verhinderte so einen völligen Flop-Start. Zum Mann des Abends avancierte Kapitän Stindl, dem ein Doppelpack gelang.“

Spieler des Spiels

Lars Stindl:Die Wahl zum Spieler des Spiels in der FohlenApp war eine klare Sache. Kapitän Lars Stindl vereinte 62 Prozent der Stimmen auf sich und lag damit deutlich vor Patrick Herrmann (14 Prozent) und Denis Zakaria (10 Prozent). „Es ist die Klasse eines Kapitäns, dass er da ist, wenn man ihn braucht. Speziell das zweite Tor hat er besonders gut gemacht“, lobte Trainer Hütter den 33-Jährigen, der mit seinem Doppelpack zum besten Borussia-Torschützen dieses Jahrtausends avancierte. 72-mal traf Stindl mittlerweile für Borussia und löste damit Raffael ab, der zuvor mit 71 Pflichtspieltoren an der Spitze dieses Rankings stand.

Randnotiz des Spiels

Trotz der ungewohnten und nicht optimalen Anstoßzeit am Sonntagabend um 19:30 Uhr war der BORUSSIA-PARK gestern fast ausverkauft. Und wie schon beim Auftaktspiel gegen den FC Bayern München sorgten die VfL-Anhänger wieder für einen großartigen Support. „Die Fans haben uns enorm geholfen, sie haben gespürt, dass bei uns etwas Sand im Getriebe ist. Es ist wahnsinnig wichtig, dass sie wieder da sind“, sagte Hütter. Kapitän Stindl ergänzte im Pressegespräch: Es war eine Riesenfreude, dass wieder so viele Menschen im Stadion waren und die komplette Fanszene Stimmung gemacht und uns über 90 Minuten unterstützt hat. Es war ein ungemein gutes Gefühl, in diesem Stadion Fußballspielen zu dürfen.“ Tickets für das nächste Heimspiel der Fohlen am Samstag, 25. September (18:30 Uhr), gegen Borussia Dortmund sind im Online-Ticketportal erhältlich. Dort haben zunächst Dauerkarteninhaber und Mitglieder des FPMG Supporters Club sowie Borussia-Mitglieder die Möglichkeit, sich ihre Karten für das Duell zu sichern.

Personelle Lage

Verletzungsbedingt fehlten Borussia gestern Marcus Thuram (Innenbandriss am Knie), Stefan Lainer (Knöchelbruch), Manu Koné (Trainingsrückstand nach Innenbandverletzung im Knie), Ramy Bensebaini (Leistenprobleme) und Mamadou Doucouré (Reha nach Achillessehnenriss). Im Laufe der Partie kamen noch zwei weitere Ausfälle hinzu. Zunächst musste Jonas Hofmann wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel zur Pause ausgewechselt werden. „Er hat ab der 35. Minute einen Druckverband bekommen, aber das Risiko ihn damit weiterspielen zu lassen, war uns zu groß. Wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist“, sagte Hütter. Entwarnung konnte er bei Luca Netz geben, dessen Startelf-Debüt nach 58 Minuten beendet war. „Luca konnte wegen eines Magen-Darm-Virus‘ zuletzt kaum trainieren. Ihm sind die Kräfte ausgegangen und er hat einen Krampf bekommen. Es dürfte bei ihm nicht so schlimm sein“, so Hütter. Freuen konnte sich der Österreicher über die Rückkehr von Breel Embolo der nach überstandener Muskelverletzung wieder im Kader stand und in der 77. Minute auch eingewechselt wurde.

Tabellensituation und Ausblick

Unmittelbar vor der abschließenden Begegnung des vierten Bundesliga-Spieltags war Borussia mit einem Zähler aus den vorherigen drei Partien auf den vorletzten Platz durchgereicht worden. Doch nach dem ersten Saisonsieg sieht der Blick auf die Tabelle wesentlich freundlicher aus. Mit vier Punkten sind die Fohlen auf den elften Platz hochgeklettert. „Der Sieg war ein wichtiger Befreiungsschlag für uns. Es gilt aber jetzt dranzubleiben und weiter zu punkten“, sagte Hütter. Im nächsten Bundesligaspiel gastiert die FohlenElf am Samstag (15:30 Uhr) beim FC Augsburg. Die Vorbereitung auf das Duell bei den bayrischen Schwaben startet am Mittwoch mit zwei nicht öffentlichen Einheiten.

Der doppelte Torschütze Lars Stindl beim gemeinsamen Jubel mit Startelf-Debütant Luca Netz.
Der BORUSSIA-PARK war am gestrigen Abend fast ausverkauft.
Denis Zakaria sorgte mit dem 3:1 für die Vorentscheidung.

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