Ein rundum gelungener Abend

Der Tag danach: Ein turbulenter und positiver Jahresabschluss, ein überzeugendes Heimdebüt von Jan Olschowsky und das Überwintern in der oberen Tabellenhälfte – alles Wichtige zum 4:2-Sieg der FohlenElf gegen Borussia Dortmund.

Die Geschichte des Spiels

Das Spiel startete ohne Anlaufschwierigkeiten in Höchstgeschwindigkeit. In der vierten Minute nutzten die Fohlen ihren ersten guten Angriff zur Führung. Lars Stindl steckte wunderbar für Jonas Hofmann durch, der überlegt ins linke Eck abschloss. Der BVB zeigte sich nicht geschockt und schlug nach einer Viertelstunde zurück. Nach Flanke von Jude Bellingham war Julian Brandt frei vor Jan Olschowsky zur Stelle – 1:1. Auch die Fohlen zeigten sich unbeeindruckt und legten sofort wieder den Vorwärtsgang ein. „Wir waren mutig und haben mit hoher Intensität und einer guten Laufleistung die Bälle gefordert, um das Dortmunder Pressing zu überspielen“, lobte Cheftrainer Daniel Farke, dessen Team für seine couragierte Spielweise belohnt wurde. Hofmann flankte einen Freistoß von rechts ins Zentrum, wo Ramy Bensebaini aus fünf Metern unter die Latte einköpfte (26.). Nur vier Minuten später erhöhte Marcus Thuram auf 3:1. Nach Zuspiel von Stindl nahm der Franzose von der Mittelinie startend Tempo auf, ließ BVB-Keeper Gregor Kobel aussteigen und schob ins leere Tor ein.

Die Gäste antworteten mit wütenden Angriffen, zweimal parierte Olschowsky stark und verhinderte gegen Giuseppe Reyna und Donyell Malen den Einschlag. Beim Anschlusstreffer des BVB in der 40. Minute war aber auch der 20-Jährige machtlos. Nach einer Ecke wehrte der Keeper einen Kopfball von Niklas Süle noch reflexartig ab, den Abpraller setzte Nico Schlotterbeck jedoch unhaltbar in die Maschen. „Die erste Hälfte war von beiden Mannschaften auf einem absoluten Top-Niveau. Es war zwar eine Partie mit defensiven Fehlern, aber wenn man sich die Intensität und die Qualität der Offensivspieler anschaut, war das sicherlich Werbung für den Bundesliga-Fußball“, sagte Farke.

Nach dem Wechsel erwischten die Fohlen einen Traumstart. Nach nicht einmal 40 Sekunden kam Manu Koné an der Strafraumgrenze frei zum Schuss und setzte die Kugel zum 4:2 ins linke Eck. Trotz der Zwei-Tore-Führung zog sich die Farke-Elf danach nicht tief in die eigene Hälfte zurück, sondern versuchte das Spiel immer wieder in die Dortmunder Hälfte zu verlagern. Gleich zweimal verpasste Thuram die Entscheidung, als er jeweils knapp daneben zielte. In der 68. Minute eroberte der Franzose den Ball und legt auf Hofmann ab, der zum vermeintlichen 5:2 traf, doch der VAR kassierte den Treffer ein, weil Thuram bei der Balleroberung Mats Hummels leicht am Fuß erwischt hatte. „Wir haben im zweiten Durchgang ein paar gute Chancen ausgelassen, deswegen hatte ich etwas Sorge, dass der BVB zurückkommen könnte. Auf der anderen Seite hat es meine Mannschaft in der Defensive top gemacht und nichts mehr zugelassen“, lobte Farke.

Auch in der Endphase der Partie verteidigten die Fohlen weiter sehr aufmerksam und leidenschaftlich und brachten das 4:2 sicher über die Zeit. „Wir sind hochzufrieden, dass wir einen so hochkarätigen Gegner wie den BVB in dieser Art und Weise schlagen konnten. Vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg absolut verdient. Die ganze Atmosphäre war außergewöhnlich. Es war ein rundum gelungener Abend“, sagte Farke.

Das Medienecho

Kicker: „Borussia Mönchengladbach hat zum Auftakt des 15. Spieltags eindrucksvoll gegen Borussia Dortmund gewonnen. Beim 4:2 über den BVB war die Offensive um Thuram kaum zu stoppen.“

Rheinische Post: „In einem ereignisreichen Spiel war die Gladbacher Borussia das effektivere Team und nutzte vor der Pause die Fehler des BVB gnadenlos aus. Koné setzte früh in der zweiten Halbzeit bereits den Schlusspunkt für den sechsten Heimsieg.“

Sportbuzzer: „Borussia Mönchengladbach hat den spektakulären Schlagabtausch mit Borussia Dortmund für sich entschieden (…) und feierte einen versöhnlichen Abschluss vor der WM-Pause.“

Der Spieler des Spiels

Jan Olschowsky: Zum zweiten Mal in Folge hütete Jan Olschowsky das Tor – und zum zweiten Mal kürten ihn die VfL-Fans in der FohlenApp im Anschluss zum Spieler des Spiels. Knapp 58 Prozent aller User votierten nach dem 4:2 gegen den BVB für den 20-Jährigen, der jedoch einen ganz anderen Abend als bei seinem Debüt in Bochum erlebte. Während er bei der dortigen 1:2-Niederlage früh zwei Gegentore hinnehmen musste und danach wenig Gelegenheit bekam, sich auszuzeichnen, war er am gestrigen Abend vor allem in der ersten Halbzeit gefordert und zeigte gleich mehrfach starke Paraden. „Ich bin überglücklich, besonders weil die Partie zuvor nicht so positiv gelaufen war. Vom Spielverlauf hätte es fast nicht besser sein können. Die Dortmunder haben uns vor der Pause phasenweise immer wieder hinten reingedrückt. Da war es in ein paar Szenen wichtig, dass ich da war“, sagte Olschowsky.

Die personelle Lage

In Alassane Plea (Corona-Infektion), Yann Sommer (Sprunggelenksverletzung), Tobias Sippel (Sehnenentzündung im Adduktorenbereich), Florian Neuhaus (Teilruptur des hinteren Kreuzbandes im Knie) und Hannes Wolf (Labrumabriss im Schultergelenk) musste Borussia gestern erneut auf fünf Spieler verzichten. In der Halbzeit gesellte sich auch noch Christoph Kramer dazu, der nach einem Sprint ein Ziehen im Oberschenkel gespürt hatte und deshalb in der Kabine blieb. „Natürlich hatte ich etwas Bedenken, weil uns noch ein wichtiger Spieler weggebrochen ist, aber die Jungs haben es in der zweiten Hälfte ohne Chris super gemacht“, lobte Farke. Allzu schlimm dürfte es Kramer auch nicht erwischt haben. „Ich bin sicher, dass er uns zum Start der Vorbereitung wieder zur Verfügung steht“, so Farke. Sein Comeback nach rund zweimonatiger Verletzungspause gab Ko Itakura, der gestern in der 88. Minute für Koné eingewechselt wurde und in der Schlussphase mithalf, die Zwei-Tore-Führung zu verteidigen.

Die Tabellensituation

Dank ihres sechsten Saisonsiegs wird die FohlenElf definitiv in der oberen Tabellenhälfte überwintern. Mit 22 Punkten liegt sie als Tabellensiebter aktuell jeweils drei Punkte hinter dem BVB (25) und RB Leipzig (25 / spielt heute in Bremen). Überholt werden kann der VfL an diesem Wochenende lediglich noch von Werder Bremen (21) und dem VfL Wolfsburg (20 / spielt heute in Hoffenheim). „Mit der Zwischenbilanz sind wir zufrieden. Dass was wir uns vorgenommen, haben wir bislang erfüllt. Wir stehen stabil da, haben viele Tore geschossen. Natürlich gibt es noch ein, zwei Punkte, an denen wir arbeiten müssen, so haben wir sicherlich ein paar Gegentreffer zu viel kassiert. Jetzt können wir uns aber erst mal über den guten Abschluss freuen.“

Dass seine Mannschaft 18 ihrer 22 Punkte zuhause geholt hat, stört den Chefcoach nicht: „Es ist doch gut, dass wir den BORUSSIA-PARK wieder zu einer Festung gemacht haben. Als Borussia Mönchengladbach können wir nicht den Anspruch haben, genauso auswärts zu punkten, sonst wären wir klarer Tabellenführer. Die Frage, ob wir daheim und auswärts zwei unterschiedliche Gesichter zeigen, bereitet mir deshalb auch keine schlaflosen Nächte.“

Der Ausblick

In der Bundesliga steht jetzt eine mehr als zweimonatige Länderspielpause an. Das nächste Bundesligaspiel steht erst am Sonntag, 22. Januar (17:30 Uhr), gegen Bayer Leverkusen an. Der Großteil der Borussen wird sich nach den Fanclubbesuchen am morgigen Sonntag in eine rund vierwöchige Winterpause verabschieden. In Jonas Hofmann (Deutschland), Yann Sommer, Nico Elvedi (beide Schweiz), Ko Itakura (Japan) und Joe Scally (USA) nehmen fünf Borussen an der bevorstehende Weltmeisterschaft (20. November bis 18. Dezember) teil. Zudem sind Ramy Bensebaini (Algerien), Yvandro Borges Sanches (Luxemburg), Luca Netz (U21/Deutschland), Manu Koné (U21/Frankreich) und Oscar Fraulo (U20/Dänemark) Mitte November ebenfalls noch für ihre jeweiligen Nationalmannschaften im Einsatz.

Jonas Hofmann traf nach vier Minuten zum 1:0.
Ramy Bensebaini feiert seinen Kopfballtreffer zum zwischenzeitlichen 2:1.
Jan Olschowsky feierte ein glänzendes Heimdebüt.
Ko Itakura gab gestern nach rund zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback.

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