Omlin: „Defensiv gut, alles andere ist ausbaufähig“

Im Interview spricht Torhüter Jonas Omlin über das 0:0 gegen den FC Schalke 04, sein erstes Bundesligaspiel ohne Gegentor und die Stimmung im BORUSSIA-PARK.

Jonas, warum waren die Schalker gestern für euch so schwer zu knacken?

Omlin: Den Schalkern ist zugutekommen, dass sie lange das 0:0 halten konnten. Dadurch wurde der Druck für uns immer größer, weil jeder die Erwartung an uns hatte, dass wir dieses Spiel gegen den Tabellenletzten gewinnen. Zum Ende der ersten Hälfte haben wir es ganz gut gemacht und haben uns einige gute Torchancen herausgespielt. Wären wir da in Führung gegangen, wäre es sicher ein ganz anderes Spiel geworden. Aber je länger es 0:0 steht, desto schwieriger wird es gegen einen kämpferisch starken Gegner.

Was genau hat euch speziell in der zweiten Hälfte gefehlt?

Omlin: Schalke hat mehr oder weniger Eins-gegen-Eins über den gesamten Platz gespielt. Normalerweise liegt uns das, weil wir uns mit schnellen Aktionen lösen und Torchancen kreieren können. Gestern hat uns aber mit zunehmender Spieldauer die Bewegung gefehlt. Gefühlt haben wir keine zweiten Bälle mehr bekommen und hatten insgesamt zu viele leichte Ballverluste. Das darf uns in einem Heimspiel vor einer solchen Kulisse nicht passieren. Es ist aber leider passiert. Am Ende müssen wir froh sein, dass wir wenigstens hinten die Null gehalten und noch einen Punkt geholt haben.

Nach einem Fehlpass von Nico Elvedi musstest du in der 67. Minute gegen Michael Frey eine sehr brenzlige Situation lösen. Wie hast du diese Szene selbst auf dem Platz erlebt?

Omlin: Ich war ein wenig überrascht, dass Nicos Pass ein wenig kurz geraten ist. Ich musste dann bei meiner Grätsche alles riskieren, um den auf mich zustürmenden Gegenspieler am Torabschluss zu hindern. Direkt danach musste ich nochmal grätschen, um den Ball endgültig aus der Gefahrenzone zu bringen. Es war eine ungewohnte Situation für mich, in der ich sicher auch ein wenig das Glück auf meiner Seite hatte. Es musste sein, und ich bin froh, dass es so gut geklappt hat.

Wie hast du die Stimmung gestern im BORUSSIA-PARK erlebt. Zum Ende hin gab es auch einige Pfiffe…

Omlin: Im BORUSSIA-PARK zu spielen, ist grundsätzlich immer eine große Freude für mich. Die Stimmung war weitgehend gut. Aber wenn du nach dem Seitenwechsel eine so schlechte Phase hast, ist es ja normal, dass Unzufriedenheit aufkommt. Die Pfiffe waren aufgrund der zweiten Hälfte sicherlich berechtigt. Ich hoffe, dass wir unsere Zuschauer in den nächsten Spielen wieder glücklicher machen können.

Wie glücklich bist du, dass du zum ersten Mal im VfL-Dress deinen Kasten sauber halten konntest?

Omlin: Für einen Torhüter sind Zu-Null-Spiele immer am schönsten. Noch besser wäre es aber gewesen, wenn wir das Ganze mit einem Sieg hätten krönen können. Unsere defensive Leistung gestern war gut, alles andere ist sicher noch ausbaufähig. Wir müssen hart weiter arbeiten, und nächste Woche haben wir in Berlin die Chance, es wieder besser zu machen.

Was erwartest du vom Spiel am kommenden Sonntag bei Hertha BSC?

Omlin: Ich denke, uns erwartet ein ähnliches Kampfspiel wie das gestern gegen Schalke. Die Hertha muss im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt punkten, wir wollen gerne den nächsten Auswärtssieg nachlegen. Wenn wir dort unsere Leistung über 90 Minuten abrufen und unsere Chancen besser nutzen, können wir ganz sicher drei Punkte holen.

Du bist jetzt seit ein paar Wochen Borusse. Wie hast du dich inzwischen eingelebt?

Omlin: Ich bin noch auf der Suche nach einer neuen Bleibe und wohne momentan noch im Hotel direkt gegenüber dem Stadion. Ansonsten freue ich mich nach wie vor über diese Chance, die ich hier in Gladbach bekommen, habe. Ich bin super aufgenommen worden von den Jungs und vom gesamten Verein. Alle brennen für Borussia, und es macht einfach Spaß, hier zu arbeiten.

Jonas Omlin spielte gegen Schalke zum ersten Mal in der Bundesliga zu Null.
„Wir müssen hart weiter arbeiten, und nächste Woche haben wir in Berlin die Chance, es wieder besser zu machen“, so Jonas Omlin.

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