Jantschke: „Ich möchte das Borussia-Gefühl vorleben“

Im Interview spricht Routinier Tony Jantschke über sein bevorstehendes Jubiläum, seine Rolle in der Mannschaft und das kommende Auswärtsspiel beim SV Darmstadt.

Tony, Du könntest am Wochenende dein 300. Pflichtspiel für Borussia absolvieren. Was bedeutet dir diese Zahl?

Jantschke: Solche Statistiken können einen nach der Karriere stolz machen, aktuell sind diese Zahlen aber nicht so wichtig für mich. Viel bedeutender wäre ohnehin, mein erstes und hoffentlich auch irgendwann mein letztes Spiel für Borussia bestritten zu haben, so dass ich in meiner gesamten Karriere nur für diesen Verein aufgelaufen wäre. Wie viele Spiele es dann am Ende sind, ist eher zweitrangig.

Beim 1:2 im jüngsten Heimspiel gegen den FC Bayern München hast du deinen ersten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison gehabt. Wie war es für dich, wieder auf dem Platz zu stehen?

Jantschke: Ich kenne meine Rolle in der Mannschaft – und natürlich ist es immer ein wenig überraschend, wenn man als Defensivspieler im Laufe der Partie eingesetzt wird. Aber diese Einsätze bekomme ich ja auch, weil ich Leistung liefere. Daher freut es mich, der Mannschaft auch auf dem Platz zu helfen.

Wie definierst du selbst deine Rolle im Kader?

Jantschke: Meine Aufgabe ist klar mit den Verantwortlichen kommuniziert.Mein Körper musste ja im Laufe meiner Karriere die eine oder andere Verletzung wegstecken, deshalb bin ich nicht mehr in der Lage, 34 komplette Bundesligaspiele in einer Saison zu bestreiten. In jedem Training bereite ich mich aber so vor, dass ich für die Mannschaft da sein kann, wenn ich gebraucht werde. Ich möchte den Konkurrenzkampf fördern und das Borussia-Gefühl durch Leistung und Hingabe vorleben. Das heißt aber nicht, dass ich nicht am liebsten jedes Spiel starten würde (grinst).

Du gehörst mit 33 Jahren zu den Routiniers im Kader. Wie gibst du deine Erfahrung an die jüngeren Spieler weiter?

Jantschke: Ich glaube, dass es wichtig ist, nicht den Oberlehrer zu geben, sondern eher die Werte und Abläufe vorzuleben, statt nur darüber zu reden. Ich kann den jungen Spielern nur meine Erfahrungen weitergeben. Mir hat es früher immer sehr geholfen, wenn ältere Akteure mich gepusht haben. Man muss aber auch sagen, dass die Spieler heute schon in jungen Jahren sehr gut geschult sind. Aber es hilft auf jeden Fall, sich immer wieder Feedback zu holen und sich daraus ein gutes Bild über sein Verhalten und seine Leistung zu machen.

Borussia hat im Sommer einen Umbruch vorgenommen. Wie empfindest du aktuell die Stimmung in der Mannschaft?

Jantschke: Die Stimmung ist sehr realistisch. Wir wissen alle, in welcher Situation wir uns befinden und dass gerade eine Entwicklung stattfindet. Trotzdem sind wir mit einem Punkt aus drei Spielen nicht zufrieden. Deshalb müssen wir schauen, dass wir jetzt Punkte auf unser Konto bekommen.

Ihr wurdet nach den beiden jüngsten Heimpartien trotz Niederlagen mit Applaus verabschiedet. Was macht das mit der Mannschaft?

Jantschke: Wir entwickeln gerade einen neuen Geist in der Mannschaft – und das braucht natürlich etwas Zeit. Nur Zeit ist leider ein Faktor, den es im Profisport selten gibt. Die Fans stehen absolut hinter dem Team. Dieses Vertrauen zu spüren, hilft uns in unserer aktuellen Phase extrem. Es gibt der Mannschaft definitiv Rückenwind.

In den vergangenen Tagen war es aufgrund der Abwesenheit der Nationalspieler etwas leerer auf dem Trainingsplatz. Unterscheidet sich die Trainingsarbeit zu einer normalen Woche?

Jantschke:  Ja definitiv, die Nationalspieler kommen teils aus intensiven Wochen zurück, die Belastungen sind völlig unterschiedlich, deshalb trainiert jeder ein wenig anders. In diesem Fall haben wir aber das Glück, dass unser Spiel in Darmstadt erst am Sonntagabend ist. Bis dahin sollten alle wieder auf einem Level sein.

Worauf wird es in Darmstadt ankommen?

Jantschke: Darmstadt ist eine sehr physische Mannschaft, die mit körperbetontem Spiel auftreten wird  – das haben wir beim Pokal-Aus in der vergangenen Saison zu spüren bekommen. Wir wollen dagegenhalten, einen weiteren Schritt nach vorne machen und auf jeden Fall etwas Zählbares mitnehmen.

Tony Jantschke kam gegen den FC Bayern zu seinem ersten Saison-Einsatz.
Tony Jantschke steht vor seinem 300. Bundesligaspiel.

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