„Beide Seiten müssen sich mit ihren Argumenten auseinandersetzen und zusammenfinden“

Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers zu den Fan-Protesten gegen den Einstieg eines Vermarktungspartners bei der DFL

Herr Schippers, der Aufsichtsratsvorsitzende der DFL, Hans-Joachim Watzke, hat sich in einem Interview mit der Bild-Zeitung heute über die Fan-Proteste gegen den geplanten Einstieg eines strategischen Vermarktungspartners bei der DFL geäußert. Auch Borussias Fans haben zuletzt vehement protestiert und Spielunterbrechungen herbeigeführt. Wie ist Borussias aktuelle Position zu diesem Thema?

Stephan Schippers: Ich finde es gut und richtig, dass Aki Watzke in diesem Interview auf die Fanszenen zugeht und alle Seiten aufruft, sich ihrer Verantwortung für den deutschen Fußball bewusst zu sein. Damit spricht er die Fans an, aber gleichermaßen die Klubs und die DFL. Es muss möglich sein, dass wir uns als Bundesliga weiterentwickeln und dafür nach starken Partnern suchen, die uns mit ihrem Knowhow helfen und somit die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern. Gleichzeitig müssen wir die Interessen und Sorgen der Fans berücksichtigen. Aki Watzke sagt in dem Interview einen entscheidenden Satz: Wir müssen die Gefühle der Fans schützen und dürfen uns trotzdem nicht dem Wettbewerb verschließen. Damit bringt er es auf den Punkt.

Im Moment hat man das Gefühl, dass beide Lager deutlich voneinander entfernt sind.

Stephan Schippers: Wir müssen uns bewusst sein, dass Konfrontation und Eskalation uns nicht helfen. Wir Klubs müssen klar machen, dass wir die Sorgen der Fans wahrnehmen und uns mit ihren Argumenten auseinandersetzen. Aber auch die Fans müssen wahrnehmen, dass viele Dinge unternommen werden, um ihren Interessen gerecht zu werden.

Die Fans verbinden den Einstieg eines Investors mit Blick auf entsprechende Entwicklungen in großen ausländischen Ligen mit der Sorge, dass aus kommerziellen Gründen die Spieltage auf weitere zusätzliche Spieltermine ausgedehnt werden, dass es Ligaspiele im Ausland geben könnte, dass ein Investor generell zu viel Einfluss nehmen wird. Wie kann man das entkräften?

Stephan Schippers: Zunächst noch einmal: Wir sprechen hier nicht über einen Investor, der Anteile an der DFL erhält und gleichrangige Mitspracherechte eingeräumt bekommt. Die DFL sucht einen strategischen Partner, der bei der Vermarktung der Liga hilft. Die Gegenleistung ist, dass er eine Beteiligung an den TV-Einnahmen der nächsten 20 Jahre erhält. Er trägt also auch das Risiko mit, falls diese Einnahmen einmal sinken sollten. In dem vorgesehenen Vertragswerk sind sogenannte „rote Linien“ festgelegt. Dass wir für die Einbindung eines Vermarktungspartners sind, ist bekannt, aber wir werden keinem Vertrag zustimmen, der diese roten Linien nicht beinhaltet. Dort wird drinstehen, dass der Vermarktungspartner kein Recht auf Einflussnahme auf die Spieltagsansetzungen hat, dass wir keine Ligaspiele im Ausland wollen und dass wir an der 50+1-Regel weiterhin festhalten. Gerade der letzte Punkt wird aus meiner Sicht viel zu wenig beachtet. Mit diesem Projekt haben sich die Klubs darauf verständigt, dass wir mit dem deutschen Sonderweg 50+1 weitermachen, das ist ein Alleinstellungsmerkmal unseres deutschen Fußballs. Sollte dieses Projekt scheitern, habe ich große Zweifel, ob es dauerhaft eine Mehrheit für 50+1 geben wird.

Ein großer Kritikpunkt der Fans ist die aus ihrer Sicht fehlende Transparenz bei der DFL-Abstimmung im Dezember über das Partnerprojekt.

Stephan Schippers: Man hätte nicht geheim abstimmen müssen, wir hätten auch einer offenen Wahl zugestimmt und wir haben auch nie ein Geheimnis daraus gemacht, wie wir abgestimmt haben. Generell ist eine geheime Abstimmung aber kein Teufelszeug und kein Fehler. Wenn es aber vor allem dieser Punkt ist, an dem sich die Gemüter so reiben, dann haben wir auch kein Problem damit, noch einmal darüber abzustimmen, ob wir das DFL-Präsidium von dem im Dezember erteilten Abschluss-Mandat entbinden wollen – und diese Abstimmung offen, transparent und für jedermann nachvollziehbar zu gestalten. Dafür werden wir uns nach intensiven Gesprächen mit unserer aktiven Fanszene, mit dem FPMG Supporters Club und mit Vertretern der Ultras einsetzen.

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