Über die gesamte Spielzeit bei sich geblieben

Die Fohlen haben gegen den VfL Bochum ihren ersten Sieg dieser Bundesliga-Rückrunde eingefahren. Beim 5:2 (2:0) im heimischen BORUSSIA-PARK ließ sich die FohlenElf durch nichts aus der Ruhe bringen.

Fünf Treffer verbuchten die Fohlen am Samstagnachmittag gegen den VfL Bochum. Fünf Treffer, erzielt von fünf verschiedenen Torschützen. Nathan Ngoumou, Julian Weigl, Rocco Reitz, Jordan und Franck Honorat hießen die Vollstrecker. „Das freut mich“, sagte Cheftrainer Gerardo Seoane auf der Pressekonferenz nach dem Spiel angesichts dieser Vielfalt. Dabei hatte es früh so ausgesehen, als würde sich zunächst ein Spieler der Gastmannschaft in die Torschützenliste eintragen. In der vierten Minute war eine Ecke der Gäste bis zum zweiten Pfosten durchgerutscht, von wo Bernardo den Ball schließlich aus der Drehung über die Linie drückte. Weil dem Brasilianer die Kugel zuvor aber an den Oberarm gesprungen war, kassierte der Videoschiedsrichter den Treffer ein.

„Uns ist bewusst, dass uns der Start nicht so gut gelungen ist“, sagte Seoane. „Danach haben wir aber klarer und zielstrebiger nach vorne gespielt, haben viele Torsituationen kreiert und auch sehr gut verteidigt.“ Der erste reguläre Treffer der Partie fiel dann nach einer knappen halben Stunde in Folge eines Eckballs – und zugunsten der Fohlen. Die von Robin Hack getretene Ecke verlängerte Max Wöber auf den zweiten Pfosten, wo Ngoumou per Kopf Bochums Cristian Gamboa traf, von dem aus wiederum der Ball die Torlinie überquerte. Auch Borussias zweiter Treffer nur vier Minuten später fiel durch eine Standardsituation. Nach einem Foul von Ivan Ordets an Manu Koné gab es Elfmeter für die Fohlen, den Kapitän Weigl sicher zum 2:0 verwandelte.

Gelungenes Startelf-Comeback für Lainer

In den zweiten Durchgang starteten dann wieder die Gäste aus Bochum etwas besser. Die Mannschaft von Trainer Thomas Letsch erspielte sich nun eine Reihe von Torschüssen, ohne jedoch richtig zwingend zu werden. Die Fohlen verteidigten ihrerseits leidenschaftlich. Seinen Anteil daran hatte Stefan Lainer. Der 31-Jährige stand erstmals nach seiner Krebserkrankung wieder in der Startelf der FohlenElf und bildete gemeinsam mit Joe Scally (links) sowie Marvin Friedrich und Max Wöber (innen) und in Abwesenheit der gelbgesperrten Nico Elvedi und Ko Itakura die defensive Viererkette. „Dass Stevie nach seiner langen Abwesenheit erstmals wieder von Anfang an gespielt hat, ist besonders schön. Er hat zudem eine sehr gute Leistung abgerufen“, unterstrich Seoane. „Stevies Spiel kommt über die Physis. Seine Werte im Training hatten sich in den vergangenen zwei, drei Wochen sukzessive verbessert. Am Ende war es eine Vorsichtsmaßnahme, ihn rauszunehmen, weil er bereits die Gelbe Karte gesehen hatte und etwas Müdigkeit aufkam.“

Als Lainer das Spielfeld verließ, lief bereits die 88. Minute und die FohlenElf führte mit 4:2. Nachdem der eingewechselte Rocco Reitz nämlich nach einer scharfen Ngoumou-Hereingabe von der linken Seite den dritten VfL-Treffer geköpft hatte, verkürzte Bochum durch Philipp Hofmann auf 3:1. Die Fohlen antworteten darauf aber prompt. Weigl verlagerte das Spiel klasse auf die rechte Seite zum eingewechselten Honorat, dessen platzierte Flanke Jordan schließlich einköpfte. Die Gäste gaben sich aber weiter nicht auf und verkürzten in der Schlussphase durch Keven Schlotterbeck erneut. „Natürlich ärgert es einen als Trainer während des Spiels, wenn man 3:0 führt und es dann nicht etwas mehr kontrollieren kann durch etwas mehr Ballbesitz und längere Ballstafetten. Das wäre sicherlich wünschenswert. Es ist zwar nicht ganz einfach, das zu erreichen. Ich glaube aber schon, dass uns das gelingen kann“, analysierte Seoane.

„Haben uns nicht beeinflussen lassen“

Den Schlusspunkt der Partie setzte dann aber seine Mannschaft. In der sechsten Minute der Nachspielzeit landete der Ball in Folge einer Ecke vor den Füßen von Honorat, der diesen daraufhin ins rechte obere Ecke hämmerte und damit den 5:2-Endstand herstellte. Für die Fohlen war es bereits der elfte Saisontreffer im Anschluss an einen Eckball – ein Spitzenwert in der Bundesliga, nur Spitzenreiter Bayer Leverkusen traf ebenso häufig nach einer Ecke.

 „Das war ein wilder Ritt mit vielen Emotionen und vielen Torszenen, aber auch strittigen Situationen“, sagte Seoane anschließend. „Ich freue mich, dass uns eine so gute Leistung gelungen ist über die gesamte Spielzeit. Bis zum Ende haben wir weiter nach vorne gespielt und haben uns nicht von den Gegentoren oder Entscheidungen beeinflussen lassen.“ Insgesamt sei der Mannschaft aber auch anzumerken gewesen, dass sie nicht das Selbstvertrauen und Selbstverständnis aus drei Siegen am Stück gehabt habe. Dementsprechend unterstrich auch Borussias Geschäftsführer Sport Roland Virkus nach dem Spiel: „Nach dem Leipzig-Spiel haben wir nicht alles negativ gesehen, und jetzt sehen wir nicht alles gut. Was mich stolz macht, ist, dass die Jungs gegen Bochums Spielweise dagegengehalten haben, dass sie Emotionen gezeigt haben und trotzdem bei sich geblieben sind. Es ist ein wichtiger Sieg, aber es gibt keinen Grund, in Euphorie zu verfallen. Wir müssen weiter hart arbeiten und Spiel für Spiel sehen. Nächste Woche fahren wir nach Mainz. Dieses Duell ist genauso wichtig.“

Stefan Lainer feierte sein Startelf-Comeback nach seiner Krebserkrankung.
Die Fohlen bejubeln gemeinsam den Treffer von Rocco Reitz.

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