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Haltung und Werte auch in schwierigen Zeiten

Standpunkt: Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers über das wirtschaftliche Ergebnis im Geschäftsjahr 2020, über die Auswirkungen der Corona-Pandemie und über Haltung und Werte.

Die Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH hat das Geschäftsjahr 2020 (1. Januar bis 31. Dezember 2020) mit einem Jahresfehlbetrag von 16,8 Millionen Euro abgeschlossen. Dies ist das Ergebnis des vom Wirtschaftsprüfer geprüften Jahresabschlusses. Wir sprachen darüber mit Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers – und über einiges mehr ...

Herr Schippers, im Geschäftsjahr 2020 hat Borussia Erträge von 163,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 ein Rückgang um rund 50 Millionen Euro. Überraschen wird das vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie niemanden, bitte ordnen Sie das Geschäftsergebnis aber trotzdem für uns ein.

Stephan Schippers: Die wesentlichen Faktoren für dieses Ergebnis liegen wie bereits angesprochen auf der Hand – es sind vor allem die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Also die in einem Zeitraum von neuneinhalb Monaten, von Mitte März bis Ende Dezember, fehlenden Zuschauereinnahmen, geringeren TV-Einnahmen und entgangenen Sponsoring- und Werbeeinnahmen, aber auch die Tatsache, dass wir keine Spieler verkauft und unseren Kader zusammengehalten haben. Als Geschäftsführer sagt man so etwas eigentlich nicht gerne, aber es ist so: Dass wir das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 16,8 Millionen Euro abgeschlossen haben, ist bei diesen extrem schwierigen Rahmenbedingungen als Erfolg zu verbuchen. Natürlich haben uns dabei die Teilnahme an der Champions League und die damit zusammenhängenden Einnahmen sehr geholfen, ebenso der Gehaltsverzicht unserer Mannschaft. Unser Dank gilt in diesem Zusammenhang aber ganz besonders unseren Fans und unseren Sponsoren, die Borussia in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben.

Hat sich in diesem Geschäftsjahr der Spruch bewahrheitet, dass man in schweren Zeiten seine wahren Freunde erkennt?

Stephan Schippers: Ich möchte das etwas anders formulieren: Borussia Mönchengladbach steht für eine bestimmte Haltung. Für Werte, nach denen der Verein geführt wird, nach denen er sein Handeln ausrichtet. Langjährige, treue Fans und Partner sind sich dieser Werte bewusst und schätzen sie, vielleicht sind diese Werte und diese Haltung auch ein Grund dafür, warum sie Fans von Borussia geworden sind oder sich im Umfeld des Vereins präsentieren. Umgekehrt haben wir in der Corona-Krise bemerkt, dass Fans und Sponsoren diese Haltung auch in den Verein zurückspiegeln. Als Corona dazu führte, dass wir den Spielbetrieb unterbrechen und später ohne Zuschauer weiterspielen mussten, haben Fans von sich aus gefragt, wie sie dem Verein helfen können – zum Beispiel indem sie angeboten haben, auf eine Rückerstattung der bereits gezahlten Tages- und Dauerkartengelder zu verzichten. Ähnlich lief es bei vielen Sponsoren, die sich bereit erklärt haben, vereinbarte und bezahlte Werbemaßnahmen auf andere Weise kompensiert zu bekommen. Das war eine Haltung, hinter der die Aussage stand: Wir stehen zu unserer Borussia, auch in schlechteren Zeiten.

Jetzt hat Borussia, als sich abzeichnete, dass die komplette Rückrunde ohne Zuschauer laufen würde, die Gelder für die Dauerkarten ungefragt zurückerstattet. Es gab Fans, die gefragt haben, warum sie nicht wieder auf die Rückerstattung verzichten können …

Stephan Schippers: Uns hat die Haltung unserer Fans sehr geholfen, wir haben aber auch sehr schnell gesagt, dass der Verzicht von Fans nicht die Ultima Ratio sein kann. Wir haben geplante Investitionen gestoppt, Projekte zurückgestellt, Kosten gesenkt, zusätzliche Erlöse generiert – und so am Ende ein Ergebnis erzielt, das weh tut, aber verschmerzbar ist. Wir sind nach jetzigem Stand mit einem blauen Auge davongekommen.

Warum hat Borussia darauf verzichtet, öffentliche Gelder, beispielsweise KfW-Kredite in Anspruch zu nehmen, wie es andere Klubs getan haben?

Stephan Schippers: Weil wir das angesichts des gigantischen Schadens, den diese Pandemie in unserer Gesellschaft angerichtet hat, nicht für das richtige Mittel halten. Ich möchte damit niemanden kritisieren. Wir wollten es nicht machen, wir haben es anders gemacht, Punkt.

Borussia hat ihre Einnahmen in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern können, bis auf eine Höchstmarke im Jahr 2019 von 213 Millionen Euro. Das Ergebnis von 2020, also ein Jahresumsatz von rund 163 Millionen Euro, liegt ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2015. Kann man sagen, dass Corona Borussia um fünf Jahre zurückgeworfen hat?

Stephan Schippers: Nein, das möchte ich so nicht sagen, denn wir müssen dies ja auch unter Betrachtung der anderen Klubs und der gesamten 1. und 2. Fußball-Bundesliga sehen. Wir haben im wirtschaftlichen Vergleich zu den anderen Vereinen unsere Position halten können. Es hat uns geholfen, dass wir eine sehr solide Kostenstruktur haben und flexibel auf den Rückgang der Einnahmen reagieren konnten. Wie für die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft war das Jahr 2020 gleichwohl auch für uns ein Kraftakt und dies gilt genauso für das Jahr 2021.

Mit welchem Ergebnis rechnen Sie für das Jahr 2021? Wird Borussia wegen der anhaltenden Corona-Pandemie ein weiteres Jahr mit finanziellen Verlusten erleben?

Stephan Schippers: Zu einem möglichen Jahresergebnis für 2021 möchte ich mich jetzt noch nicht äußern, dafür gibt es noch zu viele Unbekannte. Es wird erneut große Anstrengungen erfordern, denn wir spielen diese Saison aller Voraussicht nach ohne Zuschauer zu Ende und wir können nicht davon ausgehen, dass die Saison 2021/22 mit vollen Stadien starten kann. Wir hoffen sehr, dass so bald wie möglich wieder Zuschauer zugelassen werden, aber der Zeitpunkt dafür ist ungewiss.

Hinzu kommt, dass Borussia im Jahr 2021 auch mit einem Rückgang der TV-Einnahmen um rund 20 Millionen Euro rechnen muss. Woran liegt das?

Stephan Schippers: Das ist richtig und dafür gibt es zwei Gründe. 1. Der neue, ab der Saison 2021/22 laufende TV-Vertrag der Bundesliga ist niedriger dotiert als der bisherige TV-Vertrag. 2. Die Vereine haben den Schlüssel bei der Verteilung der TV-Gelder so verändert, dass die kleineren Klubs und die 2. Liga davon profitieren. Zum Nachteil für die größeren Klubs, somit auch für Borussia Mönchengladbach.

Sie sprechen nicht gerne über sportliche Themen, sondern verweisen bei entsprechenden Fragen immer auf Max Eberl. Eines möchten wir aber ansprechen: Wie sehr hat es sie bewegt, wie im Umfeld des Vereins die Entscheidung von Marco Rose, im Sommer zu Borussia Dortmund zu wechseln, aufgenommen und kommentiert wurde?

Stephan Schippers: Ich habe Verständnis für die Enttäuschung von Fans, die in diesem Fall vielleicht besonders heftig ausfiel, weil Marco Rose ein sehr beliebter Trainer war. Ich habe aber auch jedem Fan, mit dem ich darüber gesprochen habe, gesagt, dass ich erwarte, dass er Max Eberl vertraut. Und dass er Borussia vertraut. Da bin ich wieder beim Thema Haltung. Borussia Mönchengladbach steht für bestimmte Werte und diese Werte lebt sie. Mit Überzeugung und unabhängig von äußeren Einflüssen. Einen Trainer zu entlassen, weil er eine Entscheidung getroffen hat, die uns schmerzt, das entspricht nicht unseren Werten. Marco Rose ist jetzt im April kein schlechterer Trainer als er es im Januar war, als wir Borussia Dortmund und Bayern München geschlagen haben. Haltung zeigen, das muss man auch dann tun, wenn es weh tut. Kein Fähnchen im Wind sein. Denn auf die Haltung kommt es an. Borussia ist ein Verein mit Werten. Und wir haben in Max Eberl einen Sportdirektor mit Haltung. Und so wird Borussia Mönchengladbach draußen wahrgenommen. Als ein Klub mit Haltung und Werten. Es mag sein, dass das nicht jeder verstehen kann oder möchte, aber ich sage es ganz deutlich: Werte und Haltung sind mir wichtiger als ein Tabellenplatz und sie sind die Basis für unseren sportlichen Erfolg.

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