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Christoph Kramer

Borussias sechster Weltmeister

Christoph Kramer wurde 2014 Weltmeister.

Der Sommer 2014 verlief für Christoph Kramer wie im Märchen. Vor der Saison 2013/14 vom Zweitligisten VfL Bochum zu Borussia gewechselt, um erste Erfahrung in der höchsten Spielklasse zu sammeln, stand Kramer nur zwölf Monate später völlig unverhofft in der Startelf des WM-Endspiels gegen Argentinien im legendären Maracana Stadion in Rio de Janeiro. Kurz vor Anstoß ereilte Kramer die überraschende Nachricht: Sami Khedira musste wegen Wadenproblemen passen, Christoph Kramer rückte für ihn in die Mannschaft. Der Spontan-Ersatz zeigte überhaupt keine Nerven und warf sich unerschrocken ins Finale. Kramer ging in die Zweikämpfe, war immer anspielbereit und spielte mehrere gute Pässe in die Spitze. Noch in der ersten Halbzeit musste Kramer nach einem heftigen Zusammenprall mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden, die zur Folge hatte, dass sich der Borusse an seinen famosen Auftritt kaum noch erinnern konnte. Nichtsdestotrotz hat der defensive Mittelfeldspieler nun seinen Platz in den Geschichtsbüchern als Borussias sechster Weltmeister sicher.

Schon die Nominierung für den WM-Kader war für Kramer vor Turnierbeginn kaum zu fassen, schließlich hatte er erst am 13. Mai 2014 sein Debüt für das DFB-Team gefeiert. Im Vorbereitungsspiel gegen Polen in Hamburg bestach Kramer auf seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld wie bei der Fohlenelf durch seine unermüdliche Laufbereitschaft und wurde prompt in den erweiterten WM-Kader berufen. Im Trainingslager in Südtirol überzeugte der Borusse Bundestrainer Joachim Löw dann so sehr, dass er mit nach Brasilien fliegen durfte.

WM-Debüt im Achtelfinale

Bei dem Turnier musste Kramer zunächst auf seinen ersten Einsatz warten. Die Vorrunde erlebte er von der Ersatzbank aus und fieberte mit, wie die DFB-Elf souverän in die K.o.-Phase einzog. Im Achtelfinale gegen Algerien schlug schließlich Kramers Stunde, als der von Krämpfen geplagte Bastian Schweinsteiger in der Verlängerung ausgewechselt werden musste. In der 109. Minute feierte der 23-Jährige sein WM-Debüt und fügte sich gleich gut ein. Kurz vor Schluss hatte Kramer sogar eine Riesenchance zum 2:0, als er aus spitzem Winkel am algerischen Keeper Rais M’Bohli scheiterte. Das deutsche Team zog letztlich mit einem 2:1-Sieg ins Viertelfinale ein. Beim 1:0 gegen Frankreich kam Kramer in der Nachspielzeit zum Einsatz. Den historischen 7:1-Halbfinalsieg gegen Brasilien erlebte er wiederum von der Bank aus, ehe im Endspiel sein Startelfdebüt folgte und Kramers märchenhaften Aufstieg mit dem WM-Titel vergoldete. In der Folge trug er noch siebenmal das Trikot mit dem Adler auf der Brust.

Stand: Mai 2017

Statistik

Alle statistischen Daten zu Borussias deutschen Nationalspielern, aber auch zu allen anderen VfL-Akteuren in der Vereinsgeschichte (ab Bundesliga) gibt es in unserer ausführlichen VfL-Statistik.

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