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Rainer Bonhof

Bonhof ebnete den Weg

Überglücklich reckt er in München den WM-Pokal in die Höhe.
Rainer Bonhof wird 1974 mit Deutschland Weltmeister.

Er ebnete Deutschland 1974 den Weg zum zweiten Weltmeistertitel. Doch nicht nur wegen seiner Vorlage im WM-Finale von München gegen die Niederlande zum entscheidenden 2:1 durch Gerd Müller gebührt Rainer Bonhof ein Platz in Borussias Ehrengalerie. Als vorbildlicher Profi hatte „Bonni“ maßgeblichen Anteil an den Triumphen in den „Goldenen Siebzigern“, zugleich verkörperte er die zweite Generation der legendären Fohlen. Dass die Borussia 1999 ausgerechnet unter der Regie des Trainers Rainer Bonhof den bitteren Gang in die Zweite Liga antreten musste, barg somit ein Maß an Tragik für das einstige Idol vom Bökelberg.

Bodenständig, zuverlässig, ehrlich, aufrichtig und gradlinig – diese Attribute zeichneten Rainer Bonhof von Beginn seiner Karriere in Mönchengladbach neben seinem enormen Kampfgeist aus. So wurde der gelernte Kfz-Mechaniker zum Publikumsliebling. Dabei war er an vier Meisterschaften sowie dem Sieg in DFB- und UEFA-Pokal beteiligt. Als er 1970 zum Bökelberg kam, war sein Stammplatz zunächst die Ersatzbank. Dann schulte ihn Meistertrainer Hennes Weisweiler jedoch zum Verteidiger um, und machte ihn durch Spezialtraining zum Experten für Ecken und Freistöße.

Heimatverbundener Lockenkopf

Nach der missglückten Weltmeisterschaft 1978 sah der ansonsten heimatverbundene Lockenkopf die Zeit für einen Tapetenwechsel gekommen. Für die damals astronomische Summe von 1,7 Millionen Mark wechselte er zum FC Valencia. Sportlich brachte ihn diese Zeit nicht weiter. Nach einem weiteren Wechsel zum 1. FC Köln, der ihn zwischenzeitlich sogar wieder in den Kreis der Nationalelf brachte, und einem letzten Transfer zu Hertha BSC Berlin beendete er mit 31 Jahren nach einem Muskelfaserriss 1983 seine aktive Laufbahn. An der Seitenlinie begann er als Co-Trainer von Horst Wohlers 1989 bei Bayer Uerdingen, bevor er ein Jahr später zum DFB wechselte und acht Jahre lang Assistent von Berti Vogts bei der deutschen Nationalmannschaft war. Im November 1998 wurde Bonhof dann Cheftrainer von Borussia, konnte seinen Verein aber auch nicht mehr vor dem Abstieg bewahren. Danach war er noch beim schottischen Verband als Trainer und beim FC Chelsea als Scout tätig, bevor ihn sein Weg zurück zur Borussia führte, wo er seit Februar 2009 Vizepräsident ist.

(Stand: August 2014)

Statistik

Alle statistischen Daten zu Borussias deutschen Nationalspielern, aber auch zu allen anderen VfL-Akteuren in der Vereinsgeschichte (ab Bundesliga) gibt es in unserer ausführlichen VfL-Statistik.

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